Der Podcast zur Radioshow
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Meine Lieben, hier ist was los bei Music Made in Germany. Die Prinzen sind da. Ich freue mich wahnsinnig.
Tobias, Jens, schön, dass ihr da seid. Fangen wir mal mit dem geschäftlichen an, okay? Ihr habt ganz schön viel vor. Aber ernst gemeint jetzt.
Also ihr zum Jubiläum. Ich weiß, dass es euch schon immer gibt. In meiner Wahrnehmung.
Ich kenne keine Welt ohne die Prinzen. Aber es ist 35 Jahre? Crazy. Wir haben im Prinzip angefangen, da waren wir noch gar nicht geboren.
Das schafft auch nicht jeder. Die 35 Jahre ist richtig. 1991 gab es da die erste Single.
Gaby und Klaus. Und seit 1991 bin ich auch dabei übrigens. Und seit 1991 geht es bergab.
Vorher war es echt geil. Und seit 1991 heißt die Formation auch die Prinzen. Die hieß ja vorher die Herzbuben.
Und da gab es, ich weiß nicht, ob das jemand noch weiß, die wilderen Herzbuben. Und Verwechslungsgefahr drohte da. Aber optisch gab es da keine Verwechslungsgefahr.
Damals noch. Aber wenn wir kurz den Rückblick wagen, also wenn wir kurz zurück in die Zeitmaschine gehen, von den Herzbuben zu den Prinzen. Annette Humper hat euch da auf den Weg begleitet, hin zu kommerziell erfolgreich auch zu sein, so dass alle von den Prinzen erfahren, schnuppern, mitsingen, mitfeiern dürfen.
Ist das korrekt? Ja, es gab ja damals tatsächlich eine Sendung, die nannte sich Hut ab. Und da hießen wir noch die Kommerzbuben, weil wir ganz originell sein wollten. Und da war in der Jury, glaube ich, ein George Glück drin, also der Manager, der Überleger von Annette Humper.
Und der ist eigentlich auf die Idee gekommen, hat gesagt, das wäre was mit der Frau mit den goldenen Händen, die eigentlich genial ist. Und er hat uns eigentlich zusammengebracht. Und dann waren wir tatsächlich für fünf Alben in Hamburg im Studio zusammen.
Das ist eigentlich die Nobelmeistung für sie, weil sie normalerweise nur ein oder manchmal zwei Alben macht. Ein Megaglücksfall, dass wir sie getroffen haben. Was war der erste Song mit Annette, also von Annette? Der erste Song war Gabi und Klaus, also das Leben ist Kausa.
Gabi und Klaus war der erste Song. Und sie hat damals gesagt, das mit eurer Acapella-Singerei ist super. Das finde ich ganz toll.
Das klingt auch schön, aber es spielt kein Radio. Wir brauchen einen Groove darunter. Und da gab es damals die Memorytum-Styler, wenn ich den noch kenne.
Und da lief so ein Groove darunter. Und sie hat gesagt, so was in der Richtung wäre doch nicht schlecht. Und da waren dann praktisch unsere schönen Harmoniegesänge und unsere engelsgleichen Chöre zu hören.
Und darunter so ein ganz moderner Groove, was damals auch ungewöhnlich war, weil damals alle noch mit Leitstrahlzeug und so gearbeitet haben. Und so haben wir praktisch einen neuen Sound gefunden, gemeinsam mit Annette Rumpel. Und was muss man auch dazu sagen? Unser Haus und Hof-Arrangeur und Bandmitglied Wolfgang Lenk.
Also wir haben die Songs geschrieben, Sebastian und ich meistens, Jens und ich auch zusammen Songs geschrieben. Und Wolfgang Lenk hat dann gekünstelt. Klar, 35 Jahre, so ein Jubiläum ist natürlich heftig.
Also da blickt man natürlich zurück und gerne zurück. Ihr habt so eine schöne Geschichte. Ihr seid zusammen.
Ihr seid durch die Zeiten. Wir verstehen uns ja gut. Ja, aber es ist doch so.
Gemeinsam ist ja auch so lange in einer Band. Ihr seid eigentlich Lebensgefährten. Ihr geht zusammen durchs Leben.
Ihr habt die Karriere zusammen. Und das ist ja doch eine sehr intensive Beziehung, eine sehr intensive Zeit. Wie habt ihr es geschafft, das zu machen? Das schafft ja oft keine Beziehung, was ihr gepackt habt.
Ja, schwer. Also wirklich, wenn man sich die Kollegen anguckt, ist es sehr schwer. Nein, aber in der Tat, 35 Jahre ist tatsächlich wie eine Ehe.
Also wie eine gut funktionierende Ehe, wo man sich eben auch mal aus dem Weg gehen kann, muss, sollte und Freiräume sich selber nimmt. Und das haben wir auch geschafft. Was bei uns vielleicht auch noch ein bisschen dazukommt, ist unsere Vergangenheit, unsere Kindheit.
Wir sind alle in Kürn groß geworden. Da hast du, also wir hatten, ich war in Dresdner Kreuzkirche und die anderen im Leipziger Thomannerkor. Man hört es ja auch gut.
Weil du besser singst. Also Dresdner sagt immer nur nur. Und wir hatten ein Achtmannszimmer und wir hatten Schlafsäle.
Das heißt also, man hockte damals als Kind schon immer sehr auf engem Raum zusammen und war auch in Bussen unterwegs zu Konzerttourneen und sowas. Und da hast du, glaube ich, einfach instinktiv schon gelernt, dass du, wenn du eine Meinungsverschiedenheit hast mit jemandem, dass du da jetzt nicht gleich in die Luft gehst, sondern erst mal bis 20 zählst und eigentlich auch schon mitgedacht hast. Mit dem willst du ja morgen auch noch zusammen sein.
Also ich glaube, dass man das so ein bisschen indirekt auch mitbekommen hat. Und das war natürlich für die Prinzen auch sehr hilfreich. Ihr seid durch viele Zeiten durchgekommen.
35 Jahre immer. Die Leute lieben euch. Ihr seid ein wichtiger Bestandteil auch.
Auch immer politisches Statement. Also immer auch so ein bisschen nicht belehrend oder so, sondern einfach am Puls der Leute, an den Gefühlen der Leute sehr nah. So habe ich euch oder wir euch immer wahrgenommen.
Und ist natürlich jetzt gerade wieder eine Zeit, wo so Stimmen sehr wertvoll sind auch. Wie hat sich eure Arbeit entwickelt, verändert? Wie empfindet ihr es heute im Vergleich zu früher? Oder ist es dasselbe Gefühl, wenn ihr zusammen Musik macht? Das Zusammensingen, das verbindet schon. Also du musst ja oft den anderen hören.
Wie hoch oder wie tief du bist, wie laut, wie leise. Ob das alles zusammenpasst, das verbindet schon. Eigentlich daran hat sich nicht viel geändert.
Aber als wir 1989 nach der Wende sozusagen die erste gesamtdeutsche Band waren, haben wir damals gedacht, jetzt bleibt es schön. Jetzt haben wir es erreicht. Und dass das jetzt alles im Prinzip nochmal von vorn losgeht, damit hatten wir nicht gerechnet.
Aber da müssen wir jetzt durch. Und wir freuen uns, dass es nach wie vor so viele Leute gibt, die sich für uns interessieren und unsere Musik mögen und unsere Konzerte singen und die 90er sozusagen aufleben lassen. Und auch nach dem 90er natürlich noch eine ganze Menge Erfolge vorzuweisen haben.
Jetzt ist das schöne Jahr, man kann mit euch zurückreisen. Man kann die 90er, wie du sagst, einfach neu nochmal feiern. Aber eben nicht im Blick, sondern jetzt.
Ihr seid jetzt da, ihr bringt neue Musik raus, neue Projekte. Eben richtigen Orchestermusikern geht es jetzt ab. Und das ist schon krass.
Was ist denn das für ein Gefühl, so viele Musiker hinter euch zu haben? Nee, das ist schon toll. Wir machen es ja nicht zum ersten Mal. Aber das Jubiläumsjahr, das 35-Jahre-Prinzen, bietet sich ja an, irgendwas Besonderes, was Großes zu machen, was Festliches.
Und ich habe ja vorhin schon Wolfgang Lenk erwähnt, unseren Haus- und Hofarrangeur, also der Mann, der unsere Arrangements für die Prinzen schreibt. Und der ist eben auch ein begnadeter Orchesterarrangeur und der hat auch für dieses große Sinfonieorchester die Arrangements geschrieben. Das heißt, man kann sich, wenn man ins Konzert kommt, darauf verlassen, dass man sowohl unsere Stimmen als auch das Orchester hört.
Ist ja oft so, wenn so eine Band was mit Orchester zusammen macht, hörst du entweder das eine oder das andere. Und in unserem Fall hört man tatsächlich alles sehr schön. Und das ist dann schon nochmal eine ganz andere Hausnummer, wenn du da alleine oder zu fünft oder zu siebend vor so einem großen Apparat stehst von 62 Profis, die da alle genau zuhören und gucken, was du machst.
Das ist schon mal eine ganz andere Körperspannung, die da kommt. Aber wir singen natürlich mit Vorliebe unsere Hits und haben auch kein Problem damit. Und singen die auch gerne und singen die auch so, dass die Leute die wiedererkennen.
Und so haben alle Spaß. Das ist ein guter Punkt, dass du sagst, dass die Leute die wiedererkennen. Also ich sehe schon, dass wir auch eine Verantwortung gegenüber dem Publikum haben.
Das ist so. Also bei allem Spaß, den es macht und den die Leute haben sollen und den wir haben sollen, ist es schon auch eine Verantwortung, dass die nicht rausgehen hinterher und sagen, ach, das war jetzt also mein Taschengeld für diesen Monat. Sportkommentator.
Also ihr seid wirklich lustig, so habe ich mich auch immer wahrgenommen. Mit super viel Humor. Das hat natürlich bestimmt auch die ganzen Jahrzehnte ganz gut geholfen, dass ihr wahrscheinlich einen Humor habt.
Habt ihr einen Humor oder shared jemand auf der Reihe? Schwer zu sagen. Wer ist denn der lustigste von euch? Das kann man nicht sagen. Wir sind situationskomiker.
Wenn irgendwas um die Ecke kommt, hat manchmal einer einen Volltreffer und der andere voll ins Fettnäpfchen. Aber das passiert halt. Ich weiß noch, ganz am Anfang haben sie uns immer gefragt, die haben unseren Humor auch nicht verstanden, weil wir manchmal auch sehr hart mit uns umgehen.
Wir auch was an den Kopf knallen und sowas. Wo manche sagen, das hat der jetzt zu dem gesagt oder sowas. Aber wir finden das lustig.
In der Familie ist es ja auch so, da hat man ja so eine Sprache, dass man manchmal sagt, so krass, wie die miteinander reden. Aber das ist eigentlich nur Ausdruck der Vertrautheit eigentlich. Und du hast die Verantwortung angesprochen.
Das finde ich halt auch. Ich kann doch nicht über Humor reden, Spaß und dann Verantwortung. Na gut.
Komm, wir üben mal. Wir üben das mal zusammen in der kleinen Gruppensitzung. Genau.
Willst du drüber reden? Ja, wie viel, was für einen Stellenwert ihr für viele Menschen habt? Ja, also vielleicht bewusst weiß ich jetzt nicht. Also es treibt mich auf alle Fälle nicht zu Höhenflügen, dass man irgendwie arrogant wird oder so. Aber ich meine, dass damals schon Annette Humpe eben auch den Grundstein dafür gelegt hat, dass sie eben immer darauf geachtet hat, dass das, was wir da von uns geben, dass das eben Kinder gut finden, dass das Erwachsene gut finden.
Und selbst wenn die Kinder dann mal groß sind, finden sie ja die anderen Kinder dann auch gut, falls sie die CD oder damals die Platte finden sollten im Schrank. Und insofern merken wir das jetzt eben auch wieder, dass ganz, ganz viele Kinder, Jugendliche wieder in unser Konzert kommen, wo wir gedacht haben, das geht ja eigentlich gar nicht. Normalerweise dachtest du, wenn das Publikum nur mit dir mitaltert, dann bist du irgendwann mal alleine da auf der Bühne.
Insofern freue ich mich immer, wenn da Kinder und Jugendliche da rumdancen. Und das finde ich schon toll. Du hast erst mal die Frage gestellt, wir spielen natürlich gerne und immer wieder unsere großen Hits, weil du merkst ja, was da von den Leuten entgegenkommt.
Und da sind wir auch sehr dankbar dafür. Und wenn Menschen kommen und sagen, ey, du hast meine Kindheit gerettet oder du hast meine Kindheit mitgeprägt, es ist ein tolles Gefühl. Aber man darf sich auch nicht zu viel darauf einbilden.
Und es gibt neben den neuen Hits natürlich auch Songs vom aktuellen Album, die Chronische Schöpfung, die wir noch nie mit Orchester zusammen gespielt haben. Zwar live auf der Bühne, aber nicht mit Orchester zusammen. Eins gibt es, was wir auch noch nie live gespielt haben.
Der Mann im Mond ist ein Mädchen. Schaut's euch an! Wann sind wir wo? Wir sind auch in Frankfurt, in Mannheim sind wir zum Beispiel. Am 11.
Januar in Mannheim, am 12. Januar in Frankfurt, 13, 14 in Hamburg in der Elbphilharmonie. Dann sind wir, glaube ich, in Halle, in der Saale, Hannover, Dresden und Berlin in der ersten Rutsche.
Und dann geht's im Mai weiter, gekleidet sind. Ich habe einen neuen Song von euch für euch, der euch wichtig ist und der vielleicht die Prinzen heute gut widerspiegelt. Einen neuen Song? Einen neuen Song.
Jetzt seid ihr völlig in Ordnung. Pick mal! Aber ich finde es auch, wir spielen natürlich auch die Klassiker und Dinge, aber ich finde es gut. Pick du mal! Ich finde der Mann im Mond ist ein Mädchen, ein wunderschönes Lied.
Und das verkörpert also im Prinzip. Anders gesagt ist es tatsächlich ein Lied, wo die Seele angesprochen wird. Und das hat man ganz, ganz selten.
Viele Songs sind mir zu kopflastig von manchen Leuten, die einfach sagen, ich muss jetzt die Message rüberbringen. Also hämmer ich die jetzt irgendwie dort auf das Klavier oder was weiß ich wo drauf oder auf die Gitarre. Hauptsache, es kommt die Message rüber.
Aber das ist tatsächlich ein Song, der die Seele anspricht. Und das finde ich, das schaffen ganz wenige Songs. Insofern finde ich den sensationell.
Sebastian, ein Interview schon ein bisschen her war noch in der Corona-Zeit, wo man sich ja ausschließlich digital sehen konnte. Und da haben wir uns die Nägel lackiert beim Interview. Die Fußnägel? Die Fußnägel.
Ah wunderbar. Fußnägel. Wir können uns vielleicht jetzt gegenseitig rote Nasen anmalen, wenn wir das wollen.
Habt euch gegenseitig die Fußnägel schwarz angemalt? Was mit schwarzen Brustwurzeln? Machen wir dann nach. Pickt euch auch bitte euren Lieblingssong von euch selbst, den ihr immer und immer und immer wieder gerne hört. Am allerliebsten.
Also muss ich ehrlich sagen, ich freue mich nach wie vor jedes Mal, über alles noch geklaut. Auch wenn das keiner mehr hören kann und wenn das alles so abgenudelt ist. Aber ich kriege einmal in der Woche mindestens eine Anfrage von jungen Leuten oder von Hiphopern oder von Blasorchestern, die da eine Bearbeitung haben.
Zum Teil mit hanebüchenen Texten, wo ich sage, nee, das geht nicht. Oder Mallorca, sie ist vorne gut gebaut. Also es ist alles.
Nee, aber ich finde das super, dass sich so ein Lied über so viele Jahre erhält. Und es gab auch mal eine Werbeaktion von einer großen Kette. Das ist alles noch gekauft.
Aber es gibt auch Leute, die es einfach noch covern. Und das freut mich unheimlich. Da bin ich unheimlich stolz.
Das fasziniert mich, dass die Nummer einfach so einen Bestand hat. Und das finde ich cool. Also da freue ich mich jedes Mal drüber, wenn da wieder so eine Anfrage kommt.
Und wenn es nicht in Vergessenheit gerät, das Lied. Also wenn es offensichtlich zeitlos ist. Und es reicht ja ein, zwei, drei Sekunden und kannst einfach den ganzen Tag.
Es ist einfach so, du kannst dich ja nicht wehren. Aber weißt du, was vor allem auch sehr schön ist für uns? Oder interessant ist. Es gibt auch Lieder, wo die anfangen und sagen, ach Prinzen.
Und dann, ach nee, doch nicht. Dann klingt das so wie wir. Dann versuchen Leute oder haben Leute automatisch irgendwie unseren Sound übernommen und aufgenommen.
Und dann wirst du praktisch mehr oder weniger imitiert. Und das ist natürlich die allerhöchste Form der Wertschätzung. Also Tobias hat alles noch geklaut auf dem Zettel.
Ernst? Ja, das ist wirklich schwer zu sagen. Also ich finde eigentlich, das, was die wenigsten wissen, ist, dass die Prinzen ganz, ganz viele Balladen auch geschrieben und produziert haben, die also jetzt nicht so bekannt sind. Zählt Küssen verboten zu einer Ballade? Nee, definitiv nicht.
Aber zum Beispiel, du müsstest jetzt hier sein, ist eine sehr schöne Ballade. Die kennt wahrscheinlich keiner oder wenige oder sowas. Sowas sind für mich Songs, die ich toll finde.
Die Chart-Hits, ja, alles mit dem Mund fand ich auch nicht so schlecht. Stefan Raab. Stefan Raab produziert.
Du kommst aus der Nummer nicht mehr raus, Alter. Ich merk schon. Und Küssen verboten ist natürlich ganz toll.
Welche Farbe hat die Seele von Tobias? Also die schwankt. Die schwankt von tiefschwarz zu rosa wie so ein Schweinchen. Nein, also Tobias ist natürlich ein Mensch, der natürlich viel arbeitet und viel auch nach außen zeigen will, dass er gearbeitet hat.
Und das ist ja auch gut so. Aber er ist eben auch ein sehr sozialer Mensch. Also sonst wäre ich ja nicht mit dabei.
Nein, also er achtet da wirklich drauf, dass niemand zu kurz kommt, dass alle mitkommen und nicht ausgenutzt werden und alle auf einem Level sind. Also diese Art hat er und das mag ich und das schätze ich an ihm. Und seine Kreativität.
Er ist unglaublich kreativ. Also du könntest jetzt sagen, wenn ihr euch besser verstehen würdet und er sagt, er macht morgen ein Album, dann würde er sofort heute zwölf Songs schreiben. Über Nacht, während wir beide irgendwo eine Flasche Wein trinken.
Man kann vielleicht sagen, wir sind eine Band. Wir singen gerne zusammen. Wir haben zusammen Musik gemacht und Songs geschrieben und eine Geschichte und auch ein bisschen Geschichte geschrieben.
Aber unsere politischen Meinungen decken sich nicht zwingend. Was für ein richtig geiles Zeichen. Ich meine wirklich ernst.
Das ist ja das Problem unserer Zeit. Wir haben natürlich den großen Vorteil, dass dann jemand zu uns kommt und sagt, guck mal, wir haben ja irgendwie hunderttausend Tickets verkauft. Und das hilft, das hilft, das hilft natürlich dabei zu sagen, okay, wir ziehen es zusammen durch.
Wenn das jetzt nur privat wäre, würde man vielleicht sagen, okay, ich rede vielleicht lieber mit jemand, der sich mehr, in dem ich mich mehr wiederfinde. Ich freue mich auf eure Tour. Wirklich.
Ja, wenn wir auf einer Bühne sind, ist es ja eigentlich immer feiern. Also wir haben mal eine Kirchentour gemacht und dann oder der Pfarrer hat seine Augen nicht getraut. Da tanzten die Leute hinten.
Also das kann passieren. Das verbieten wir keinen. Das soll auch jeder machen.
Aber es ist ein klassisches, klassisch angehauchtes Konzert. Ist natürlich was anderes als so eine Popnummer. Da tendiert das schon dahin.
Also wir freuen uns. Das ist so der Ritterschlag. Was du ernst genommen, wie Tobias vorhin sagte, sind 46 Musiker.
Das sind Profis. Das sind wirklich Profis. Die können vom Blatt spielen und sowas alles.
Und die hören auch falsche Töne. Und wir sehen das eher so als Ritterschlag und freuen uns natürlich. Egal, wer jetzt da unten tanzt, singt oder zuhört oder rausgeht.
Das gab es noch nicht. Nein, es sei denn, es musste mal jemand auf Toilette. Ja, und da kann jeder, wie gesagt, bei diesem Ereignis, bei diesem Konzert das Sache so sehen, wie er das möchte.
Und es ist auch nichts verboten. Also wenn er tanzen will, dann soll er tanzen. Dann kriegt er meistens Ärger mit denen, die hinter den Sitzen stehen.
Also alle, die können aufstehen. Ja, das machen sie schon. Ich denke, dass unser Publikum auch so gebaut ist, dass sie auch Rücksicht aufeinander nehmen.
Also ich habe das immer gesagt, das Prinzenpublikum ist nicht eine bestimmte Generation oder so, sondern ein bestimmtes Humorzentrum und auch eine gewisse Rücksichtnahme aufeinander und eine gewisse Freundlichkeit. Also da lernen sich auch Leute kennen. Und die mögen sich, weil sie die Musik mögen.
Und unsere Musik ist ja nicht aggressiv oder vermittelt ja nicht irgendwelche Feindseligkeiten, sondern ist ja so eine Sache von Harmonie und Liebe. Und da ist so eine Romantik-Orienz natürlich bestens aufgehoben. Lass uns jetzt an dieser Stelle meditieren.
Meine Lieben, wir feiern 35 Jahre Siebzehn mit einer gigantischen Live-Tour und mit einer neuen Platte. Und ja, wir feiern euch. Schön, dass ihr da seid bei Music Made in Germany.
Wir kommen rum zu euch und machen eine ganz schöne Sendung. Danke, dass wir hier sein durften.
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