Der Podcast zur Radioshow
00:00:00: Weißt du, so ein geiles Wort hast du kurz Zeit, wenn es so schlecht
00:00:07: ist.
00:00:07: Was meintest du, wie viele Interviews jetzt so angefangen haben?
00:00:10: Und irgendwie denkt man sich, boah, das machen bestimmt alle, wenn man das so liest, ne?
00:00:13: Und dann schwupps ist man, ist man, ist man schon dabei.
00:00:17: Aber ich meine, das ist ja etwas der Kurzzeit, das ist ja das Schöne.
00:00:19: Genau.
00:00:21: Und nimmst du ja mit dem Album, hast du dir auch kurz Zeit genommen, das fertigzustellen?
00:00:26: Und jetzt ist es da, wir hatten immer wieder mal gesprochen und wie es wird und wann es fertig wird und dass du zwar jemand bist, der, also erst mal herzlich willkommen, wenn es entweist, ne?
00:00:36: Einen schönen guten Tag.
00:00:36: Hallo Mirja.
00:00:37: Oft gesprochen, dass du, obwohl es bei dir immer alles so leicht und so gemütlich fast ist und du immer lieferst und ablieferst, dass da doch viel Druck dahinter steht, so ein Album fertig zu machen.
00:00:53: Ja, ich versuche das auch mal zu vergessen, muss ich sagen.
00:00:55: Also ich versuche mir auch da nicht so einen großen Druck zu machen.
00:00:58: Ich brauche das leider.
00:00:58: Ich mache mir selber den Druck.
00:00:59: Also ich habe ja keine... Keine Abgabe, ich habe keinen Label oder kein Manuschen, das habe ich gesagt, du musst jetzt ein Album rausbringen, sondern das ist jetzt wirklich alles meine Entscheidung mittlerweile.
00:01:08: Und ich muss mir aber irgendwann einen Punkt setzen, da will ich es rausbringen, damit ich den Druck habe und zu sagen, ich muss dort ein Studi, ich muss es da fertig machen.
00:01:15: Bis dahin muss es recording fertig sein, bis dahin muss es adrückfertig sein, damit ich das in meinem... Einem Plan halt so gut strukturieren kann.
00:01:22: Weil wenn ich das Open-End hab, dann macht man immer weiter.
00:01:25: Dann hört man auch nicht auf, an den Songs rumzuschrauben, weil man dann nie ein Prozent happy ist und sagt, das ist es jetzt.
00:01:30: Weil dann fängst du immer an, wenn du noch mal nach drei Tagen liegen und wieder hörst, ah, du könntest noch mal die Drums dran gehen, du könntest noch mal die Gitarre einspielen, du könntest noch mal die Vocals da neu machen.
00:01:38: Wobei es eigentlich alles schon fein ist.
00:01:40: Und ich finde ... Man braucht so ein Enddatum, wo man einen Abschluss findet.
00:01:42: Weil die Songs sind gut, wie sie sind.
00:01:44: Und nachher verschlimmbessert man alles.
00:01:47: Ist das so ein Pain-Point von dir, dass du jemand bist, der dazu neigt, überprofessionalität oder Perfektionismus, dass du verschlimmbessern zu wollen?
00:01:56: Brauchst du jemanden, der dir sagt, es ist Schluss, wenn's sind?
00:02:00: Am Anfang habe ich eine Person gebraucht, die mir das sagt.
00:02:03: Mittlerweile kriege ich das ganz gut sogar selber hin und hör's auch raus, dass es ... Gut ist, wie es ist.
00:02:07: Ich hab früher zum Beispiel, wenn ich Songs rekordet habe und manchmal entstehen die ersten Aufnahmen ja schon, wenn man die Songs schreibt, dass man das irgendwie festhält.
00:02:14: Und ich bin früher immer, selbst wenn das perfekte Aufnahmen waren, immer noch mal im Studiengang gesagt, aber jetzt nehm ich's ja noch mal auf, weil ich hab ja sonst, sonst hab ich mir mein Kopf gesagt, ich hab ja sonst nicht genug Effort reingegeben, ich hab's ja nicht noch mal neu rekordet.
00:02:26: Und mittlerweile, gerade so bei Balladen, die halt dann einen emotionalen Take haben, will ich's dann noch mal im Studio nachsägen und das wird meistens unemotionaler als ... die Version, die man gemacht hat, als meine Song frisch geschrieben hat.
00:02:36: Und dadurch für schlimm bessert man das dann, nur weil ich mir im Kopf sage, aber es wirkt ja professioneller, wenn ich es jetzt noch mal neu record und noch mal neu Zeit reinstecke, damit dieser Song noch mehr Zeit von mir bekommen hat.
00:02:46: Wobei es manchmal im ersten Take einfach schon genauso ist, wie es sein sollte.
00:02:50: Dich
00:02:50: sowieso live zu erleben auf der Natur, nicht nur von deiner Performance.
00:02:55: Du bist ja wirklich jemand, der nie irgendwie ... Du fliegst überall rum.
00:02:58: Also gefühlt krabbelst du in alle Ränge und irgendwie bist bei allen Leuten total präsent.
00:03:04: Du hast ja auch irgendwie
00:03:06: die Power
00:03:06: und auch die ... Ja, Akrobatik ist dein Freund, ne?
00:03:09: Also, da war ja immer so.
00:03:13: Und live klingst du ... ganz anders als auf der Platte.
00:03:17: Das fällt mir einfach gerade so ein, wo du das sagst, ja nochmal und ist nochmal perfekter.
00:03:22: Auf deiner Platte, klar, ist alles perfekt und alles wirklich schön.
00:03:25: Aber live hat es halt ein bisschen mehr, ein bisschen mehr du einfach nochmal.
00:03:29: Und das ist sehr schön, das zu erleben.
00:03:31: Vor allem die Kraft, die deine Fans oder das Publikum dir so zurückgeben.
00:03:37: Also ich finde bei deinen Shows Merkt man oder hat man den Eindruck, dass ihr wirklich zusammen so ein Tourabend gestaltet?
00:03:45: Ja, das ist mir auch immer wichtig und ich glaube deswegen ist es auch so, dass live das anders ist.
00:03:48: Also mir sagen die Zuhörer, dass ja auch mal wegen, Mann, du klingst live ganz anders auf der Platte.
00:03:52: oder wenn ich jetzt auch die Platte rausbringe, schreiben ganz viele live Klang der Song aber ganz anders.
00:03:56: Das ist natürlich auch so, weil man halt live von dieser Energie, von der Band, vom Publikum einfach so betragen wird.
00:04:01: Und man da halt auch nicht perfekt sein muss.
00:04:03: Und da darf ich auch mal ein bisschen lauter rumbrüllen, ein bisschen lauter schreien und einfach mal eine Strophe anders singen oder eine andere Frau noch mal ein bisschen mehr Gas geben, weil ich gerade irgendwie Bock drauf habe oder weil das Publikum das irgendwie, weil ich das mitbekomme.
00:04:13: Und das macht ein Live-Konzert auch aus.
00:04:15: Deswegen finde ich diese perfekte Platte, also dass man sie perfekt einspielt, perfekt einsinkt.
00:04:20: Schön natürlich, dass es so ist.
00:04:21: Aber ich finde, das noch schönere ist das... nicht so perfekte Live-Konzert, wo es halt alles live ist und echt
00:04:27: ist
00:04:29: und deswegen mag ich den Unterschied so.
00:04:30: Deswegen ist es auch schön, dass dann Unterschied gibt und dass die Leute dann live auch sagen, wie du auch sagst, schön, dass es da anders klingt und nochmal noch rougher und noch mehr.
00:04:38: ich bin, weil echter als im Live-Konzert kann es nicht werden.
00:04:41: Wenn du sagst, da kann ich mal ein bisschen rumschreien und so.
00:04:44: Wir haben ja seit vielen Jahren hören wir uns immer wieder.
00:04:47: und früher hast du mal gesagt, irgendwann bring ich mal ein Weihnachtsalbum raus.
00:04:50: Das war wie vier Jahre zuvor, bevor dein Album rauskam.
00:04:53: Und ein Point wäre ja noch offen, so ein richtig hartes Album rauszubringen.
00:04:58: Ja,
00:05:01: das ist doch auf mir.
00:05:02: Also ich habe jetzt, ich schreibe jetzt gerade, also ich fange jetzt an wieder ein Album zu schreiben.
00:05:05: Das wird nochmal, ich will jetzt gar nicht sagen normales Album, aber halt ein bisschen weißes Album.
00:05:10: Und danach will ich das Projekt angehen, schwarze, weiße Platte.
00:05:13: Und dann wird die schwarze Platte halt genauso sein, wie es halt... Ich habe auf jedem Album immer ein Song drauf, der das ja auch so in die Richtung antießt.
00:05:21: Auf dem jetzigen Album ist zum Beispiel fliegt der Song, der ein bisschen rockiger ist, ein bisschen lauter.
00:05:26: Und dann wird eine Platte genau so sein und die andere Platte auf das Gegenstück dazu.
00:05:29: Und das wird aber ein langes Projekt.
00:05:31: Also da bin ich mal gespannt, wie lange ich dafür brauche.
00:05:34: Guck mal, du hast jetzt schon angefangen oder sogar schon vorher oder wie ist das?
00:05:39: Haben es alles schon überhaupt aufs Album?
00:05:41: Ich hab das
00:05:41: Artwork schon gemalt.
00:05:42: Ich hab schon, also die schwarz-weißen Platte, das steht bei mir schon seit vier, fünf Jahren auf dem Zettel und da ist schon... ein schwarzes Projekt, ein weißes Projekt und da sind schon Artworkmalen gemaltes drauf und Ideen für Songs drauf und welche Richtungen das gehen soll.
00:05:55: Also das Projekt, so ein Projekt, was man machen möchte, das lebt ja immer nicht nur ein Jahr lang, sondern das ist wirklich ein langer, ein super langer Prozess.
00:06:02: Und ich glaube, schwarz-weißalm wird mein längstes was ich glaube ich mache.
00:06:05: Ich rede ja mit ganz vielen Künstlerinnen und Künstlern, die heute auch neu kommen.
00:06:09: Ich meine, du bist ja schon so lange dabei, du gehörst ja schon zu denjenigen, wo jetzt die Jungen und Newcomer und neue Musikerinnen und Musiker sagen, oh hey, Vincent weiß, wie dir das geschafft hat, ob es der Live gibt.
00:06:22: Also ich schwärme ja alle von dir oder schaue auch auf dich.
00:06:26: Wie siehst du das heute schon so ein
00:06:29: Urgestein
00:06:30: zu sein?
00:06:31: Ich finde
00:06:31: auch krass, sehe ich meistens immer nicht so, weil ich Ich hab immer noch das Gefühl, dass ich am Anfang bin und irgendwie noch neu.
00:06:38: irgendwie bin, obwohl ich jetzt, wenn wir reden oder ich jetzt auch auf meine Diskographie schaue, denke ich auch so, man, es sind mittlerweile zehn Jahre, die ich das mache und machen darf.
00:06:46: Das ist natürlich... eine sehr lange Zeit.
00:06:48: Also gerade in der heutigen Zeit, wo Künstler noch viel schneller kommen und gehen, weil halt die Zeit sich einfach geändert hat.
00:06:53: Aber für mich sind ja dann, wenn ich dann auf so ein Johannes Öhrling schau oder auf ein Max Forster oder auf so, die sind ja noch länger da.
00:06:58: Für mich sind das die Urgesteine und ich bin der Newcomer, der danach kam.
00:07:01: Und mittlerweile gehöre ich jetzt zum alten Eisen dazu mit dreiunddreißig.
00:07:05: Aber finde ich auch ganz schön.
00:07:06: Ich finde es schön, dass wir so ein Fels geschaffen haben und dass diese, diese Touren seit Ewigkeiten so groß sind.
00:07:11: Und wenn ich dann auch noch für junge Künstler irgendwie einen aufblickender Künstler sein darf und so ein Wo sie den hinstreben ist es umso schöner, also wie ein dritter Schlag.
00:07:21: War das für dich, bevor du den Sprung in diesen großen Erfolg geschafft hast, wusstest du das?
00:07:29: So rückblickend für dich.
00:07:31: Im Nachhinein kann man das immer, finde ich, ganz gut sagen.
00:07:33: Also, warst du so rastlos, so unruhig in dir oder wusstest du einfach, also da ist mein Platz.
00:07:40: Dort komme ich hin, was du total zielorientiert.
00:07:44: Oder hat... Das Leben dich einfach überrollt?
00:07:47: Am Anfang habe ich mir schon Ziele gesetzt.
00:07:49: Das war damals aber zum Beispiel ich komme aus dem Norden und dann war in Hamburg so gab es so zwei Konzert-Locations.
00:07:54: Das waren die große Freiheit und die Docs.
00:07:58: Das waren so tausendfünfhundert Locations, also tausendfünfhundert Zuschauer passen da rein.
00:08:02: Und das war immer so mein Ziel.
00:08:02: Ich suche, wenn ich irgendwann mal acht Alben habe, dann kann ich irgendwann mal tausendfünfhundert Locations spielen und da spielen.
00:08:08: So, da habe ich dann nach dem ersten Augen gespielt.
00:08:10: Und ab da, wo ich gesagt habe, das wird jetzt so absurd groß.
00:08:13: Tausendmal Leute habe ich dann einfach aufgehört, mir diese Ziele zu setzen und habe da einfach dann diese Musik Welt auf mich zukommen lassen und die einfach aufgesaugt, so wie sie halt kam.
00:08:21: Und als dann, ich glaube, drei Jahre später, ich dann irgendwann in
00:08:24: den,
00:08:25: in den Arena, zum Beispiel im Jahr zwei Jahrzehnte, da habe ich das erstmal in den Arena gespielt und ab da war es für mich alles eh so absurd, dass man dann irgendwie in der Barclays Arena, in der Mercedes-Benz Arena und so was spielen durfte.
00:08:36: dass ich dann das einfach alles Tag für Tag so genossen habe, wie es gerade läuft.
00:08:39: Also ich habe mir das nie so als Ziel gesetzt, da hinzukommen, wo ich jetzt bin, weil es einfach, ich vergleicht jetzt nur mal mit, wenn ich zum Fußballtraining gehe, rechne ich nicht damit, dass ich irgendeine Bundesliga spiele, sondern ich habe einfach Spaß am Spielen, deswegen gehe ich hin.
00:08:50: Und zwar habe ich das mit der Musik auch gemacht.
00:08:52: Und jetzt darf ich irgendwie in der Bundesliga, welche auch immer dritte, zweite, erste, wo auch immer man mich rein kategorisiert, darf ich irgendwie mitspielen und genieße es auch, solange ich das noch... Wo wir es in der machen darf und mal gucken, wo die nächsten Jahre uns hinführen.
00:09:04: Das
00:09:04: wirklich netter an deinen Texten ist, dass man selbst so ein bisschen sich selbst finden kann oder rauspicken kann in den Texten, auch wenn wir mit deinen Fans reden oder wenn jetzt deine Show ausgestrahlt wird, dann kriegen wir immer viele, viele Zuschriften und die kommentieren ja auch die neuen Songs oder sagen, was die sich davon mitnehmen können.
00:09:26: Was mir aufgefallen ist, Wenn ich so durchhör von der Entwicklung, das steht ja auch in der Beschreibung eigentlich, dass man, das finde ich auch so schön, dass man deine persönliche Entwicklung, dass du dazu die Leute irgendwie einlädst, auch mitzukommen, weißt du?
00:09:41: Mit dir zusammen, was heißt, erwachsen zu werden, groß zu werden, weiter zu gehen, sich weiter zu entwickeln.
00:09:46: Und man kann aus deinem Album mitnehmen, dass diesen Moment auskosten zu können.
00:09:52: Nicht immer Next Level, Next Level, Next Level.
00:09:56: Sondern wenn ein Moment gut ist, dass man in diesem Moment bleibt.
00:09:59: Und das ist eine relativ große Challenge, die du, so hört man es in deinen Songs, geschafft hast jetzt.
00:10:06: Ähm, ich finde, es geht auch gar nicht anders.
00:10:08: Wenn du ein Künstler bist, der autobiografisch und authentische Text schreibst, dann kann ich ja nur die Leute genauso mitnehmen, wo, also in meinem Leben, wo ich gerade stehe.
00:10:16: Und deswegen habe ich auch mal gesagt, dass mein letzten Alben halt immer, wenn man die hört, weiß nur genau, wie es mir in dieser... zwei Jahre Spanne, die man einen Album entworfen hat, wie es mir da ging und wo ich da im Leben stande.
00:10:25: Und jetzt, wenn man das Album jetzt hört, merkt man das auch und weiß ganz genau, was eigentlich bei mir los ist, weil die Musik ja das erzählt, was mir im Alltag passiert und warum ich so nachdenke, was mein Leben dazu bewegt.
00:10:36: Und ja, jetzt ist gerade die Challenge, die ich angenommen habe und die ich gehen will, die Momente, die man im Leben haben möchte und liebt, festzuhalten, solange es irgendwie geht.
00:10:45: Am besten für immer.
00:10:47: Wie
00:10:47: hältst du die fest?
00:10:48: Wie schaffst du das?
00:10:49: Ja, ich glaube auch, ich habe es vorher einfach nicht so... Und ich war genommen, weil ich aber, und ich glaub, das ist meine erste Aussage, ich hab mich immer nicht nach oben gestellt in meiner Privatliste.
00:10:58: Also ich hab immer, immer all das gemacht, was alle an Happy macht und ganz unten stand ich.
00:11:03: Und ich hab mich halt irgendwann genommen und auch nach oben auf diese Liste gesetzt und gesagt, eigentlich muss ich doch Dinge machen, die mich glücklich machen und die, die ich für richtig empfinde und nicht Dinge machen, die ich dann mache, nur damit die Leute da drunter oder die ich dann natürlich oben hatte, dass die happy sind und es den gut geht.
00:11:17: Also ich hab immer viel mehr gemacht.
00:11:18: um andere Kategorie zu machen und mich halt hinten angestellt, weil mir mein Glück nicht so wichtig war, wie all das der anderen, mit denen ich irgendwie zusammen sein Leben arbeiten darf.
00:11:27: Und das musste ich irgendwie ändern, hat mich oben angestellt.
00:11:29: und wenn man sich oben ranstellt und dann merkt, was für sich gut anfühlt und was sich für sich richtig anfühlt, dann hat man auch viel mehr Raum zuzulassen, andere Menschen mit Teil zu haben, an deinem Glück zuzuhören oder ja, mehr offen zu sein für Dinge, die man... und sich klar zu werden, was möchte ich im Leben, was möchte ich nicht im Leben, wo möchte ich sein, wo war ich, wo komme ich her?
00:11:50: Also ich musste mich ein bisschen priorisieren und Zeit für mich nehmen und Zeit für mich finden, das war glaube ich ganz wichtig.
00:11:54: Und dann ist da zuhören.
00:11:56: und gerade den Menschen, die man wichtig ist oder die einwichtig sind, wirklich zuzuhören, nicht nur so ein heibiges, oberflächliches, abgefrischtes Stück der Sätze, sondern wirklich zuzuhören, auf die Bühne einzugehen und auch... Kompromisse zu machen.
00:12:10: Jeder Mensch ist anders.
00:12:11: Wenn man mit Menschen zusammen sein möchte, muss man verstehen und auch anwenden und zulassen können, dass man sich darauf einlässt.
00:12:17: Jeder Mensch wird aus Situationen anders umgeht.
00:12:19: Ich weiß, wie andere Personen umgehen und darf nicht sauer sein und aufschließen.
00:12:22: Ich hätte es so gemacht, aber du bist ja nicht ich.
00:12:25: Das muss man in seinem Kopf ganz gut lernen, abzuwägen, wie andere Leute reagieren.
00:12:30: Man darf nicht davon ausgehen, dass alle Menschen so reagieren, wie man selber.
00:12:33: Ich glaub, das machen viel zu viele.
00:12:35: Viel zu viele gehen von sich selber aus und sagen dann ... Und sind dann sauer oder es kommt zu Konflikten, weil man immer davon ausgeht, dass der andere das doch genauso machen muss, wie man selber das denkt, wie man es selber gemacht hätte.
00:12:44: Und das ist halt eine falsche Reingehensweise.
00:12:46: Das klingt fantastisch.
00:12:47: Das ist wirklich gut.
00:12:48: Da kann man sich... Also wenn du das geschafft hast, schon alles umzusetzen, dann herzlichen Glückwunsch, als du dich oben auf die Liste gesetzt hast.
00:12:55: Hast du zuerst ein schlechtes Gewissen gehabt?
00:12:58: Ähm... Ja, immer noch oft.
00:13:00: Gerade wenn ich Dinge absage.
00:13:01: Weil wenn man sich noch umstellt, priorisiert man seine eigene Zeit mehr.
00:13:05: Dann sagt man viele Dinge links und rechts ab, wenn sie gerade zeitlich nicht reinpassen.
00:13:10: Da hab ich schon ganz offen schlechtes Gewissen.
00:13:11: oder für mich schlecht, wenn ich zum Beispiel Konzert im Fragen absage oder Fernsehshows absage, Projekte absage, Deals absage, wo ich sage, ich fühle das nicht, es passt zeitlich nicht rein.
00:13:21: Wenn ich es mache, ist es für mich schlechter, also für mich persönlich.
00:13:25: Wie viele andere, die wahrscheinlich damit
00:13:27: ...
00:13:29: Ich muss auf jeden Fall mehr Konzerte machen, weil ich bin ja auch verantwortlich für viele Leute.
00:13:32: Ich hab viele Mitarbeiter und alle sind natürlich partizipier.
00:13:36: Je mehr ich mache, desto mehr haben alle anderen davon.
00:13:39: Aber wenn man das natürlich so ins Extreme zieht, geht man halt selber dabei kaputt, was mir auch irgendwie ganz gut gelungen ist.
00:13:44: Und es müssen alle anderen, das musste ich natürlich auch kommunizieren, damit leben und damit zurechtkommen, dass ich weniger mache, was anderen vielleicht gut tut.
00:13:53: Also, wo man dann ja meistens reingeltschriftlich das sagt.
00:13:55: Also, wenn ich das Projekt absage.
00:13:56: Das ist natürlich für viele blöd, aber für mich persönlich besser.
00:13:59: Und ich präosiere mich, deswegen sage ich nicht mehr zu allem Ja und Amen, sondern sag mir noch die Projekte zu, die ich wirklich im Jahr machen möchte.
00:14:06: Wenn man das so macht, möchte ich noch mal festhalten, ist es sogar für die anderen nachhaltig besser.
00:14:13: Ja, find ich großartig.
00:14:14: Komm, wir schnappen uns schnell
00:14:15: noch
00:14:17: zwei Songs aus dem Album, wo du was von erzählst.
00:14:19: Du pickst sie raus.
00:14:21: Also, wenn man diese sparse Platte irgendwie mal so ein bisschen ... Wissen möchte, wie das ungefähr klingt.
00:14:27: Ich glaube, es wird noch eine Spur schwerer, sag ich mal.
00:14:29: Aber ein Song auf der Platte heißt Flieg, der so in die Richtung geht, wo vor nicht immer so eins, zwei Nummern auf dem Album haben möchte, die etwas rockiger ist und ich mich sehr frohe, den live zu proben mit der Band nächste Woche und den Sommer live zu spielen.
00:14:41: Da könnt ihr schon ein bisschen das schwarze Herz von Vincent Weiß könnt ihr mal reinblicken.
00:14:47: Schwarz ist nicht, aber ja.
00:14:48: Aber es ist mir macht es einfach Spaß mit der Musik.
00:14:50: Ich höre die Musik privat sehr gerne und sehr gerne Rock und Metal Musik.
00:14:54: Das schwingt natürlich dann in der eigenen Musikschaffung auch mal so ein bisschen mit.
00:14:57: Total,
00:14:58: das war vor, weiß ich nicht, neun Jahren oder so, warst du auf der, was du auf der Couch noch in Ludwigshafen bei uns damals und hast einmal so dieses Geräusch gemacht, ne?
00:15:06: Du weißt, was ich meine.
00:15:07: Wie heißt das?
00:15:08: Schauten, oder wie heißt
00:15:09: das?
00:15:09: Schauten, ja.
00:15:10: Doch, hast du gemacht, das ist schon so lange her, deswegen habe ich es gesagt.
00:15:13: Schwarzes Herz, weil das ist ja doch ein Teil.
00:15:15: Freuen wir uns drauf.
00:15:17: Ja, ich freue mich auch drauf.
00:15:18: Ich werde auch ein bisschen schauten und Scream dafür lernen, dass ich das wirklich auf der Platte dann auch ein bisschen machen kann.
00:15:22: Aber ja, und eine andere Nummer, die genau das Gegenteil ist, würde ich sagen, ist auch der Opener vom Album.
00:15:26: Da ist eine Endlichkeit und das ist für mich so eine der schönsten Liebeserklärungen Balladen, die ich so ja beschrieben habe.
00:15:34: Und die für mich auch deswegen das Album öffnet haben, nimmt man direkt, wenn man das Album hört, weiß, das ist Stand der Dinge und ab dann wird man halt durch die weiteren Szenzons geführt.
00:15:41: Oh, wie schön.
00:15:43: Sag uns mal zu deinem wunderschönen Song, was für dich heute, nach deinem, hier, wenn man schon so ein Fels in der Brandung ist, was ist für dich heute Liebe?
00:15:56: Wenn man das so in einem Satz beschreiben könnte, weil ich finde, Liebe ist ja was, was Liebe ist, finde ich das größte und das vielseitigste Thema, was es, glaube ich, im Leben gibt.
00:16:05: Ich glaube, ich kenn nichts, was mehr Gefühle weckt und aus.
00:16:09: ...lösen kann als die Liebe, egal welche Richtung, in positive, in negative, in schmerzliche, in glückliche.
00:16:14: Also ich glaube, die Liebe ... ... kann in uns die meisten Gefühle entfachen, die wir jemals fühlen können.
00:16:19: Und ich glaube, wenn man diese ganzen Gefühle in die ganze Richtung nicht fühlt, ist es keine Liebe.
00:16:23: Weil Liebe kann dich verletzen, Liebe kann dich glücklich machen, Liebe kann dich traurig machen, Liebe kann dich aufheitern.
00:16:28: Und wenn man, glaube ich, merkt, dass Liebe angekommen ist oder man in eine Person Liebe gefunden hat, dann muss die all diese Dinge in dir auslösen können.
00:16:35: Und Liebe ist, finde ich, zu Hause sein.
00:16:38: und anzukommen.
00:16:38: Und wenn die Liebe mitreißt, ist genau da zu Hause, wo die Liebe bald hier ist, ist kein Ort.
00:16:42: Ich bin zwar auch gerade zu Hause, aber der Ort ist mir völlig egal, soweit ich mit meiner Liebe an einen anderen Ort bin, ist da für mich zu Hause.
00:16:48: Bis zum Auto ist, im Hotel, in irgendeinem Urlaub.
00:16:52: Zuhause reißt du die liebe mit reißt reißt dem zuhause mit
00:16:55: dass meine lieben sagt.
00:16:56: Vincent weiß er ist zu Gast in der music made in germany show
00:16:59: und wir feiern
00:17:00: dich und lieben dich und feiern dein neues album.
00:17:02: hast du kurz zeit und vielen dank dass du dass du bei uns bist
00:17:07: keine gerne bis zum nächsten mal dankeschön.