Music Made in Germany - mit Miriam Audrey Hannah

Music Made in Germany - mit Miriam Audrey Hannah

Interviews mit den Stars der deutschen Musikszene

Transkript

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00:00:00: Wir sind mit Musik-Made in Germany zu Gast.

00:00:02: In der Giovanni Zarella Show und Made in Caddy ist da, und schneit vorbei!

00:00:07: Du siehst fantastisch aus.

00:00:09: Da muss man wirklich sagen deine Outfits generell immer.

00:00:12: Also dich bewundert man ja sehr... Die Pazie

00:00:15: hat Michel zusammengebaut.

00:00:17: An Gesicht ist es sonst nicht so.

00:00:19: Aber so dein ganzer Look und so.

00:00:21: Du bist das schon sehr international, also wie schafft ihr das?

00:00:24: Also ist da ein großes Augenmerk drauf.

00:00:27: und überlegt ihr euch das so zusammen oder ist das wirklich auch ... Ist das dein Look?

00:00:31: Läufst du so privat rum?

00:00:33: Wie privat laufe ich?

00:00:34: meine Kinder nennen, dass es halb schön look, also das ist dieses Mama-Look.

00:00:38: Halb schön, Mama.

00:00:39: Halbschön!

00:00:40: Also dann laupe ich mit dem Jogger um sehr ungeschminkt oder halt im halbschönen Look.

00:00:47: Und dann klar, als Musiker ist man doch so der Artist.

00:00:54: Als ich zwanzig war aus der Not kam die Tugend habe ich meine eigene Kostüme entworfen und entwickeln müssen weil es gab damals in den Neunziger für größere Mädchen einfach nichts.

00:01:05: Dann hab' ich eine Praktikum gemacht bei einer Designerin und hab' dann das gelernt.

00:01:10: Ich hab' eine Utkotür-Lebel und somit teils was auf der Bühne ist, ist von meiner Schneiderin und ich.

00:01:18: Also das, was wir heute Abend mit diesem Contemporary ein bisschen ... Das ist von uns.

00:01:23: Aber es macht ja auch Spaß, Mode ist wirklich dein

00:01:27: Ding?

00:01:27: Musikmode war immer zusammen verbunden.

00:01:30: Ob David Bowieba oder Lenny Kravitz, die meisten Künstler sind auch so visuelle Menschen.

00:01:36: Und sogar zu Tarku oder Lippenberg hat gesagt, das Auge hört auch mit!

00:01:41: So dass Auge Hört Mit klug.

00:01:43: Das stimmt wirklich.

00:01:46: Und bei mir war es immer so, dass ich fand's immer ganz wichtig, wenn das Lied auch ein bisschen ... Dass das Gesamtbild irgendwie zu diesem Gefühl passte.

00:01:57: Deswegen auf meiner Tour gibt's bei mir wirklich mehrere Changes.

00:02:00: Ich liebe Gaga weil sie ist ein Gesamtgefühl, den sie transportieren will.

00:02:07: Ich bin auch immer ein bisschen... Ich weiß, ich mache mal die Dinge anders und kriege auch immer so Genau so viel, wie alles mutig finden findet.

00:02:15: Auch viele verstehen es nicht manchmal und dann ist immer ganz lustig, weil drei Wochen später laufen alle eh mit ähnlichen Luchs rum.

00:02:25: Ich war immer ein bisschen mutiger als man's vielleicht gewohnt ist in Deutschland aber ich machs ja auch für mich.

00:02:35: Und das ist ganz wichtig ... sich treu bleibt.

00:02:39: Man darf Mode nicht überbewerken, aber auch nicht unterbewergen.

00:02:41: Es ist die zweite Haut des Menschen und es ist auch der einzige Haut, den man ganz bestimmen kann.

00:02:47: Nicht jeder fühlt sich in seiner Haut gut.

00:02:54: Aber durch Kleiderung kannst du dir eine zweite Haut wirklich anlegen, der dir das gute Gefühl gibt.

00:03:03: Das darf man und nicht unterschätzen.

00:03:04: Ich finde, Künstler haben immer irgendwie ein Gefühl dafür wie wichtig es ist zu ... to feel that swag!

00:03:10: To feel good by yourself and also den Mut auch zu haben anders rumzulaufen weil sonst werden wir alle sehr monotonen.

00:03:18: Sonst kommt das Monotone in unser Leben Und die Aufgabe des Künstlers ist immer wieder das Monoton zu durchbrechen.

00:03:26: Ja damit man einfach realisiert okay eigentlich who cares?

00:03:30: Ich zieh das jetzt an, okay?

00:03:32: So diese Freiheit sich zu gönnen.

00:03:35: Immer wieder sich die Freiheit zu göhnen, dass du machen was einen auch gut tut.

00:03:39: Du tust ja niemanden weh!

00:03:42: Solange du jemand anders nicht zwingst, was anzuziehen, was er nicht will ist.

00:03:46: Hat der Geschwister immer bestätigt?

00:03:49: Es kam irgendwie ... Ich weiß gar nicht.

00:03:50: Man redet ja liebevoll voneinander und dann haben die gesagt, dass du halt so die Fashion Cream

00:03:56: bist.

00:03:57: Meine Geschwiste hat's gemacht!

00:03:58: Ja, und haben gesagt, das du halt keine Ahnung.

00:04:00: Meint

00:04:01: ihr so, wie sie?

00:04:02: Fettiband hat es drauf, die kann das.

00:04:04: Ich hab versucht, die zu stylen.

00:04:05: Das hat nie funktioniert.

00:04:07: Die haben es immer ... Nein, nein, nein.

00:04:14: Dann habe ich das für ihn entworfen.

00:04:16: Er wollte unbedingt, die durften alle keine Tattoos haben und dann wollte er irgendwie einen Weg finden wie keiner Tattoo anziehen.

00:04:22: Und dann hab' ich so Bodies gemacht mit, für ihn mit so kältischen Tattoo drauf.

00:04:27: Das fanden die Jungs richtig cool!

00:04:29: Da haben sie es alle angezogen obwohl es Bodies sein darf keiner wissen, aber sie hatten Bodies an.

00:04:34: Hier bist du mich unten, dann aussieht bei dem Party.

00:04:36: Wir fahren gerne Dinger.

00:04:39: Die Jungs haben sich das angetan, weil ... Und das war so cool!

00:04:46: Weil da gab einem Bruder der herzlich gesagt, ne und dann drei Wochen später sein größer Idol Bono hatte auch so was an.

00:04:53: Und dann auf einmal, wo ist meiner?

00:04:55: Wo ist mein Body?

00:04:57: Und wie ich es gemacht habe, das war crazy!

00:05:00: Also da hab' ich mir etwas einfallen lassen.

00:05:03: Gerade

00:05:03: wenn du sagst, Petty, ich hatte ihn gerade ganz frisch deswegen, dass wir das noch so

00:05:06: vor zwei

00:05:07: Tagen gehabt haben und er hat erzählt, dass ihr euch für einen Song zusammengefunden habt von überall verteilt auf der Welt.

00:05:14: Ja gut also ganz ehrlich, ich liebe ihn über alles aber viel Arbeit war's nicht.

00:05:20: Wirklich?

00:05:21: Ja, hör den Song an.

00:05:23: Wir singen so ... Oh!

00:05:24: Das ist richtig kühl.

00:05:26: Ich hab ja immer noch so ein Paddy.

00:05:28: Really?

00:05:30: Was für einen Text.

00:05:31: Ich hätte mit dir das Interview zuvor machen sollen.

00:05:34: Paddy, vor dem Text hört es mal an und wir singen gar nichts.

00:05:37: Wir machen nur oh-oh.

00:05:39: Er hat es so beschrieben wie ich dachte wow... Ich

00:05:42: bin die kleinere Schwester und mein Hauptjob war es ihn in vierundzwanzig Stunden zu ärgern Und das hört nicht auf.

00:05:48: Das war eine chronische Unterforderung für uns alle.

00:05:58: Keine Textile, einfach nur hört mal rein!

00:06:01: Er hat uns nicht zusammentrommen können weil wir alle verstreut waren aber der hätte es immer bekommen dass jeder von uns das eingesungen hat und das ist schon meine logistische Herausforderung.

00:06:11: ja und dann noch keinen textigen zu müssen.

00:06:15: Ich glaub, der wusste.

00:06:16: Er wollte uns alle nicht überfordern!

00:06:19: Ich hab nur da gesessen und guckte mit meinen Kollegen so ... Ey, das hätte man mit KI auch machen können.

00:06:23: Einfach mal eine Stimme durchziehen?

00:06:25: Ja.

00:06:26: Aber ich hab's gerne für ihn gemacht.

00:06:27: Du bist

00:06:28: seit vielen Jahren noch den größten Bühnen in der Welt zu Hause.

00:06:32: Auch nicht nur bei diesen riesigen Shows wie hier, sondern du fühlst die Hallen ganz alleine, die ganz großen.

00:06:40: Wann wusstest du ... Ey, ich schaff das auch ganz alleine.

00:06:44: Ich weiß es bis heute nicht.

00:06:46: Es ist jedes Mal für mich ein kleines Wunder, weil ich nie die Ambition hatte vorne zu sein.

00:06:53: Für mich war die Bühne sehr schüchtern und ich bin kein exo-binistischer Mensch.

00:06:58: Bin ein offener Mensch.

00:06:59: wenn wir so sitzen, ich mach dann ganz wie Quatsch und erzählst viel zu viel.

00:07:03: was man nicht erzählen dürfte.

00:07:05: Aber ich bin eigentlich ein sehr schüchterner Mensch und eigentlich hier im nächsten würde ich im Keller nur noch Lieder basteln, die andere Leute singen.

00:07:11: Und es ist für mich immer eine Überwindung gewesen überhaupt auf eine Bühne zu gehen.

00:07:15: aber irgendwann habe ich verstanden so dass das Schicksal mich dazu gezwungen hat so durch Umwegen oder durch das Musical also nach der Kelly-Family, nach meinem Vaters Tod war das einfach ein Komplett.

00:07:28: Ich musste komplett von Null anfangen und ich hab eigentlich nur in Kirchen, in Frankreich gesungen weil der Fahrer um die Ecke gesagt hat ja Donnerstag singst du!

00:07:38: Ich habe die Poster ausgestellt, ich habe die Gemeinde gesagt da sinkt eine Sängerin und dann kommt ihr vorbei und ich ... Und dann habe ich irgendwie in den Repertoire zusammen geworfen... Die wussten natürlich nicht.

00:07:50: weh mal, wir Kellys waren überberühmt nur nicht in Frankrijk.

00:07:54: Das war ganz witzig.

00:07:55: Also ganz Europa, nur die Franzosen irgendwie nicht.

00:07:57: Es war ein Markt den wir nicht brechen konnten und dann hat man uns eingeredet wie müsste auch französisch singen?

00:08:02: das Radio hat uns nicht gespielt.

00:08:03: also es war damals ganz kompliziert Und auch so dass ne deutsche Künstlerin einmal zwar.

00:08:07: jetzt ist die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland super Ja und dann habe ich da einfach gesungen und erst mal kamen ein paar Leute.

00:08:15: So vierzig Leute waren da und ins Erste.

00:08:17: Zweitens sind sie geblieben und drittens dann gab's noch einen Standing Ovation.

00:08:21: Ich war total buff.

00:08:22: Für mich war das nie eine Ambition.

00:08:24: Ich war immer lieber hinten und ich träume immer noch davon, dass ich irgendwann nur noch ins Zombal bin.

00:08:29: aber ich glaube so das Publikum oder das Schicksal hat seinen Plan und mittlerweile habe ich Frieden mitgeschlossen und ich hab auch einen riesigen Crew.

00:08:40: Ja?

00:08:41: Ich finde es irgendwie auch cool, dass viele ihren Kernberufungen ... Wenn ich auf Tour gehe und die Leute kaufen, die irgendwie doch einen Vertrauen haben, dass bei mir Qualität ganz oben steht.

00:08:54: Dann gehen wir halt mit Achtzig Mannen auf Tour.

00:08:57: Und dann sage ich mal, das ganze Geld gibt es kein KI, IK oder weiß was eh, sondern ... Wir sind Achtzig Mann, wir sind Handwerker.

00:09:06: Ich bin nur zehn Prozent von Maite Kelly.

00:09:08: Alles das Geld verspreche euch, das geht an die Weiter.

00:09:12: Ich brauch noch was für meine Rente, weil ich geschieden bin.

00:09:16: Und was für die Studium, für die Kinder und alles andere geht weiter.

00:09:18: Die Leute wissen das auch!

00:09:19: Das ist bei mir auch so.

00:09:21: Und das ist irgendwie mein Anspornis als Schreiberin Hit zu schreiben?

00:09:24: Ob ich es singe oder jemand anderes ... Für mich als Schreiberin egal.

00:09:28: Hauptsache der Song kriegt ein Plattform.

00:09:32: Aber so als Performer sehe ich mich nie vorne.

00:09:35: Ich gehe vorne aber ich denke nicht, wow auf dich hat die Welt gewartet.

00:09:40: Also wie jeder andere Frau, sich fahrt man uns am Ding an.

00:09:43: Du Scheiße.

00:09:45: Wo ist Pazzi?

00:09:47: Ich brauche

00:09:47: ... Ich brauch ... Ah, du

00:09:50: Scheiße!

00:09:51: Dann hole ich den Föhn erst mal raus und meine Kinder auch ... Ich versuch auf halb schön, mich irgendwie auf halbe Schöne hochzutrimmen mit sehr viel Haarspray.

00:10:02: Also mir geht es genauso wie eine Frau so, oh Gott, geh ich vor der Tür.

00:10:06: Wie du mit deinen Tänzerin ... Ich hab gesehen, du bist von der Bühne Hast du die so ganz liebevoll.

00:10:13: irgendwie einfach an deinen Gesten hat man gemerkt, was du eben sagst.

00:10:16: Ich hab dich bei der Pro angeschaut...

00:10:17: Ja ich liebe meine Leute!

00:10:18: Und er noch mal Pipo.

00:10:19: Du bist ... hab ich nicht mal vorne gegangen, sondern du hast nach denen noch geguckt.

00:10:24: Ich

00:10:27: hab das

00:10:27: richtig gesehen wie du grade beschreibst.

00:10:29: Habe ich gerade das Bild gehabt und es ist bestimmt auf Tour und überall ist das wahrscheinlich so.

00:10:34: Das habe ich vielleicht von meinem Vater gelernt.

00:10:35: der war so ein Löwenchef und so ein Lüvenpapa auch ein Löwenschef Und meine Crew weiß.

00:10:41: ich leg mich aufs Feuer für sie.

00:10:44: Bei uns ist immer Safety, aber wir gehen gerne auch über unsere Grenzen.

00:10:49: Wir sind ... Das ist eine Leidenschaft.

00:10:52: Aber meine Crew weiß auch ... Also es dauert was, wenn jemand neu kommt und ich hab so eine gewisse Distanz?

00:10:59: Mhm!

00:10:59: Aber sobald die Person sich bewiesen hat, dass das von der Qualität ... Ich bin immer gut zu Menschen, aber jemand, der für mich arbeitet, wenn er meinen Vertrauen gewonnen hat, und ich merke, das ist ein guter Mensch, auf den kann ich mich verlassen Vor allem, dass die anderen sich auf den verlassen können.

00:11:16: Also der ist fair, der ist cool.

00:11:18: zu den Kollegen... Dann bin ich wirklich in Löwen und dann schütze ich meine Leute nicht bis aufs Blut überfasst!

00:11:27: Und jetzt geht das Licht aus.

00:11:28: Jetzt geht das Licht aus und ich hab auch schon Gästiken gesehen, dass Licht ist aus!

00:11:33: Wir sind bei der Giovanni Zarrella-Show im Moment mit Michael Kelly tausend.

00:11:37: Das Licht ist raus und es geht morgen wieder an oder?

00:11:39: Es gibt

00:11:39: morgen wieder Ankommen rum.

00:11:40: wir freuen uns.

00:11:41: Tausend Dank!

00:11:42: Wir freuen uns auf Deine Show und auf Dein Auftritt.

00:11:44: Paddy mit Paddy war's lustig ne?

00:11:46: Der ist auch funny guy Aber ich ärgere ihn so gerne.

00:11:49: Also Paddy if you hear me right, kannst du mir dann sagen I love You.

Über diesen Podcast

🎙 Music Made in Germany – der Podcast zur deutschen Musikszene

Im Podcast zur Radiosendung Music Made in Germany spricht Moderatorin Miriam Audrey Hannah mit den spannendsten Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland über ihre Musik, ihre Geschichten und die Momente hinter den Songs.

Zu Gast sind regelmäßig bekannte Namen der deutschen Musikszene – von Pop über Singer-Songwriter bis zu elektronischer Musik.

In den Gesprächen geht es um neue Musik, persönliche Geschichten, Karrierewege und darum, was hinter den Kulissen der Musikbranche wirklich passiert.

Zu den Gästen im Podcast gehören unter anderem:

Leony, Alice Merton, Wincent Weiss, Michael Patrick Kelly, Alle Farben, Tim Bendzko, Stefanie Heinzmann, Nico Santos, Nina Chuba, Johannes Oerding, Kamrad, Álvaro Soler, Madeline Juno, Michael Schulte, Bosse, Joris, Mighty Oaks, Sarah Connor, Malik Harris und viele weitere Künstlerinnen und Künstler.

Der Podcast ist Teil der Radiosendung Music Made in Germany.

📻 Die Sendung hört ihr außerdem im Radio:
Samstags 18–20 Uhr auf Radio Regenbogen
Sonntags 16–19 Uhr auf RPR1

Hier im Podcast hört ihr die kompletten Interviews aus der Sendung.

von und mit Music Made in Germany

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