Music Made in Germany - mit Miriam Audrey Hannah

Music Made in Germany - mit Miriam Audrey Hannah

Interviews mit den Stars der deutschen Musikszene

Transkript

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00:00:00: Ihr Lieben, mein Lieblingsgast ist wieder da.

00:00:05: Aber seitdem du wieder da bist hatten wir auch schon das Öffnerin.

00:00:08: Wir sehen

00:00:09: uns jetzt das dritte Mal.

00:00:10: Ja?

00:00:11: Voll schön!

00:00:11: Ich habe mich gefreut als ich nicht rumschleimte aber ich habe mich wirklich gefreuert als ich gelesen hab dass wir uns heute hier wieder sehen.

00:00:17: Es ist immer sehr lustig mit dir und es macht immer Spaß.

00:00:19: Ist

00:00:19: doch

00:00:19: immer... Keine Schleimerei wenn ich wirklich ernst bin.

00:00:21: Und

00:00:22: was?

00:00:22: Ich so schön finde, seitdem du wieder da bist.

00:00:25: Back in Business ist alles so schwer von dir.

00:00:32: Also egal auch welcher Altersgruppe alle sagen so war hier jemand intern vom Team gesagt also ich habe unheimlich heute Morgen im Radio gehört und Also wusste ich gar nicht, so ein lieber Kerl.

00:00:49: So ein lieber... also das ist ja Schwiegermamma's Liebling!

00:00:53: Oh

00:00:53: Gott ey, ich wusste dass das irgendwann kommt.

00:00:55: Dafür bin ich aber nicht mehr jung genug.

00:00:57: Aaaaah

00:00:58: doch komm.

00:00:58: Jaa,

00:00:59: so mit vierundzwanzig oder?

00:01:00: Also warte was kann die

00:01:01: Schwiegamamas Liebling?

00:01:02: Passt dir Traummann

00:01:04: Traummann.

00:01:04: Jetzt wird es nicht.

00:01:08: Ich gebe mein Bestes, bin immer nett und freundlich zu allen.

00:01:12: Und komisch ist das du dich dann schon abhebst irgendwie weil du einfach nett und fröhlich bist.

00:01:16: Ja ja.

00:01:16: Das ist so ein

00:01:17: bisschen... Da frage

00:01:18: ich mich manchmal, hey Leute was macht ihr sonst?

00:01:20: Was machen die anderen?

00:01:23: Schon etwas anderes.

00:01:25: Du siehst sehr erholt aus, du siehst gut aus.

00:01:29: Obwohl ja viel los war die letzten Monate und Freizeit war jetzt nicht so

00:01:36: wirklich.

00:01:37: Also es ist ja ein bisschen so weil meine Familie dabei ist das für mich so bisschen wie als wenn ich auf Urlaub bin.

00:01:43: Das ist schon... Ich hasse das Wort also das ist dieser Gamechanger!

00:01:47: Also das ist wirklich schon dann der Unterschied.

00:01:50: Weil ich habe keinen Stress mehr wenn ich irgendwo bin sondern ich kann einfach in aller Ruhe solange Spaß haben, machen und tun.

00:01:56: Und danach ist es dann auch schön!

00:01:57: Aber

00:01:57: das ist ja auch ein Gamechair.

00:01:58: Es ist eine ganz andere Art zu arbeiten... Genau,

00:02:02: der muss das Musik machen.

00:02:03: Also ich sehe das nicht als Arbeit an.

00:02:04: Ich mache mein Hobby aber es ist dann auch wirklich ein Hobby und es wird da nichts zur Arbeit weil du auf die Uhr guckst und denkst du musst nach Hause oder du willst nachhause und wenn die Interviews dann vorbei sind, ist dann nicht still und ruhig sondern dann ist die Family da.

00:02:18: Das ist schön.

00:02:19: Du hast eben gesagt Ja, es ist ja mein Hobby was ich machen darf.

00:02:23: Eindruckende sage ich mal bei dir ist, dass du dein Hobby ... Du hast ja dein Leben dem Hobby auch gewidmet.

00:02:29: Ja

00:02:30: mittlerweile.

00:02:31: Also eigentlich vorher auch schon.

00:02:34: Und das ist sehr hobby klingt so ein bisschen aber das ist ja sehr professioneller geht es ja nicht.

00:02:38: trotzdem aber bei dir so

00:02:42: Ja, es ist nicht immer fröhlich und leicht.

00:02:46: Ich bin ja Künstler und Künstlern sind auch kleine Diven.

00:02:49: Und ich bin sehr schwierig.

00:02:52: Also ich bin schon schwierig.

00:02:56: Absolut!

00:02:56: Ich bin auch eine Zicke und launisch manchmal.

00:03:03: So ein dreihundertprozentiger, weißt du?

00:03:04: Hat das auch angenehm

00:03:06: eigentlich.

00:03:06: Ja

00:03:07: weil wenn Du was gerne machst oder so dann machst Du das ja wirklich gerne.

00:03:10: aber dann ärgert mich das innerlich wenn man denkt da hätte man dort und da hätte Man noch.

00:03:14: manchmal merke ich an meinem umfeld Jetzt muss ich mir ein bisschen zurückhalten.

00:03:18: Es ist auch in Ordnung Weil man ist so bisschen weil ich es ja gerne mache.

00:03:21: Ich habe dann so eine Vision Und dann denke ich so so möchte ich das gerne haben und manchmal Muss man halt einfach lernen jetzt ist nur Musik

00:03:31: Typ

00:03:32: und

00:03:32: magst ja auch, dass dein Umfeld gut geht.

00:03:35: Aber hast du ja auch deine professionelle Sicht auf die Dinge oder deine Deine Sicht?

00:03:40: Ja wo du sagst, da habe ich keinen Spielraum von meinen Gedanken, wenn Du sagst bin nur ein kleine Diver.

00:03:46: Also könnte

00:03:47: ich mir so

00:03:47: vorstellen... Ich hab da schon Spielraum aber es fällt mir schwer sehen zu akzeptieren.

00:03:51: Und jetzt wollte ich was von dir... Ein Tipp von dir abstecken.

00:03:56: Wie gehst du denn mit dem Schmarrengrad um zwischen dem, dass du sagst okay ich bin der Künstler?

00:04:03: Ich hab das im Kopf und ich hätte es gerne so aber kann ja nicht sagen ist mir egal jetzt wird's so gemacht.

00:04:10: Ruhe

00:04:10: Ja also ist einmal so Du musst immer dazu lernen und ich lerne dazu Dass ich auch Nicht immer recht habe.

00:04:16: Also manchmal meint man hat die Weisheit Mit Löffeln gefressen.

00:04:19: Das Ist Aber Nicht So.

00:04:21: Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass man manchmal auch mal denkt hör mal lieber den anderen auch zu.

00:04:25: Vielleicht haben diese haben dir doch recht und dann geht man so ein bisschen zurück hat einen anderen Blickwinkel.

00:04:29: also du musst lernen dich selber nicht so wichtigzunehmen.

00:04:32: das ist um.

00:04:33: mein neuer Vorsatz für zwei tausend sechsundzwanzig war sei mal so ein bißchen genädiger zu dir selber.

00:04:39: das ist wirklich so.

00:04:40: wenn man das macht dann nimmt man sich so ein bischen zurück

00:04:43: Genähniger zu derselbe.

00:04:44: Weißt du, weil es ist ja nicht immer so richtig dass man meint das das jetzt unbedingt so sein muss, dass es dann so isst?

00:04:49: Dann wird's meistens so gemacht.

00:04:51: aber ob es dann wirklich so ist ich weiß das ja auch nicht!

00:04:53: Ich habe nur eine Vermutung...

00:04:54: Ist die Erkenntnis für dich eher ein bisschen

00:04:58: einschüchternd

00:04:59: oder ist es befreiend?

00:05:01: Einschüchtern und Befreiend?

00:05:02: Einschüchtern in dem Moment, wo du merkst okay die anderen haben recht und befreiend ist es dass Du das gemacht hast.

00:05:08: Also ich arbeite wirklich jeden Tag an mir selber In den Dingen indem Ich versuch so meine alten Strukturen auch mal ein bisschen aufzubrechen.

00:05:16: Ich bin jetzt über fünfzig was so und ich möchte ja gerne Ich möchte mich ja gerne noch weiterentwickeln.

00:05:21: Und ich glaube, wenn du dann immer nur bei deiner Meinung bleibst oder so, dann kannst dich nicht weiterentwicklen.

00:05:25: Da muss auch mal ein bisschen offener sein und guck da nochmal nach links und rechts!

00:05:28: Also das habe ich schon gelernt... Das wäre früher gar nicht machbar gewesen.

00:05:31: Nicht?

00:05:31: Nee, was es will, hab' ich jetzt gedacht, äh, böböböser, musst jetzt so laufen und do-do-to-to.

00:05:35: Und dann macht man sich auch ein bisschen selber mit fettig.

00:05:38: Also so ein bisschen Mal... Eingott, ist nur Musik eigentlich

00:05:42: ne?!

00:05:42: Das muss man sich selber manchmal, ist wichtig.

00:05:44: Ist mein Leben aber nicht um jeden Preis.

00:05:47: Ist das für dich wenn du sowas größeres auch siehst nur der imposante Bühne und so?

00:05:51: Ist das?

00:05:52: macht dir das ein direkten gutes Gefühl oder macht ihr das so krass groß?

00:05:57: Weitest

00:05:58: also krass Groß Aber geil.

00:06:02: Ja, krass groß.

00:06:03: Aber geil!

00:06:04: Ich find's schön wenn es so was gibt, wenn solche Veranstaltungen... hier gehts ja darum die Musik zu feiern ein bisschen.

00:06:11: Wir reden auch über Radio und ist eine ganz neue Welt Und ich freu mich immer wieder Wenn so die alten Sachen von vor zehn Jahren immer noch da sind und auch sowas gefeiert wird

00:06:21: Und auch die Leute von vorzehn Jahren Und

00:06:23: die Leute glücklicherweise.

00:06:25: Das freut mich, das freut sich immer so gut.

00:06:27: Nee, wenn es sowas noch gibt Also unheilig ist sie nicht typische klassische Radioband.

00:06:33: Wir stehen nicht so auf den Playlists der Radiosender und ebenso schöner ist das, wenn du dann Preis bekommst und da erkennt man wieder das Zeichen Radio Regenbogen steht für Vielfalt Und da fühlen wir uns natürlich dann auch zu Hause und finden das dann toll, dass man so ein bisschen gefeiert wird.

00:06:50: Aber du hast

00:06:51: gerade so gesagt, du bist jetzt nicht oder ihr seid jetzt nicht so unheilig, wird im Radio top rotation gespielt?

00:06:58: Zwangsweise!

00:07:02: Die Radionische

00:07:03: ist ja klein, es liegt ja nicht an dir...

00:07:05: Wir sind zu eckig.

00:07:07: Ja, wir sind zu ekig.

00:07:08: Wir sind nicht Mainstream genug.

00:07:10: Trotzdem, und das finde ich so schön, da bist Du auch wieder die Ausnahme Der Sonderkönig.

00:07:16: Auch wie die Ausnahme bist du in den Radio-Stationen so herzlich willkommen und man, du

00:07:21: bist

00:07:21: ein gern gesehener Gast.

00:07:22: auch damals schon vor...

00:07:24: Ja aber es war auch diesmal so.

00:07:26: wir haben eine kleine Radiotour gemacht und die waren alle sehr, sehr nett und herzlich zu uns, aber es ist trotz alledem deutschsprachige Musik und Radio ist eh immer schwer.

00:07:33: das wissen mal alle.

00:07:35: da arbeiten ja immer alle dran und hoffen dass das mal so bisschen anders wird.

00:07:38: Aber ich glaube das ist für viele auch gar nicht gewollt.

00:07:40: Also das ist so, ne?

00:07:41: Das ist halt eine andere Welt.

00:07:42: Aber muss man akzeptieren... Ich würde mich freuen!

00:07:44: Man wird mich öfter oder uns öfter im Radio spielen alleine für all die Menschen, die daran gearbeitet haben an der ganzen Musik Und nicht nur

00:07:51: die Leute, die daran gearbeitet haben sondern auch die Leute.

00:07:53: Die stabile Fanbase.

00:07:56: Ja das stimmt schon!

00:07:57: Nicht nur von der deutschsprachigen Musik, die ja da ist.

00:08:00: Die Konzerte sind voll voll voll.

00:08:02: Die Leute streamen und lieben es.

00:08:04: Es ist ja nicht, dass ihr Nische seid.

00:08:07: Sondern es

00:08:08: gibt viele Bands oder Künstlerinnen, die wirklich große Stadien füllend und leider nicht im Radio laufen.

00:08:16: Genau.

00:08:19: Aber nicht nur im Radio oder auch im Fernsehen, wenn man so eine kleine Kritik äußern kann.

00:08:23: Wenn man zum Beispiel eine Veranstaltung hat in einer Fernsehveranstaltung werden immer gerne Leute aus dem Ausland eingeladen für einen Name-Dropping damit man sagen kann heute ist El Pechino hier und heute ist Sigourney Weaver hier Und dabei sollte man eigentlich die deutschen Schauspieler dann zb feiern.

00:08:39: und bei Radiosendern ist es oft so Da wird ein internationaler Star reingeholt und wir haben so viele tolle Künstler in Deutschland.

00:08:47: Man braucht das nicht.

00:08:48: Aber das ist glaube ich so eine Art Wahrnehmung und so ne Art Denkweise.

00:08:51: Ist

00:08:51: das typisch Deutsch?

00:08:52: Ja, ich glaube schon zu sich selber zu stehen und gerade in der heutigen Zeit mit Identifikation.

00:08:58: unsere Sprache ist so toll!

00:09:01: Und es gibt so viele Künstler die ihnen dieser Sprachemusik machen, die auch eine Geschichte erzählen.

00:09:05: und alleine für die Identifikations heutzutage bei allem was so passiert ist das glaube ich ganz wichtig um zu wissen wo man her kommt, wo man lebt wie man denkt und wie man träumt.

00:09:16: mir geht das so.

00:09:17: Also ich höre mir natürlich auch internationale Musik an.

00:09:20: Aber wenn ich eine Geschichte erzählt bekommen will oder so, dann höre ich mich das in der Sprache an, in der ich selber träume und da ist immer so ne... Ich glaube man muss einfach mal ein bisschen mutiger sein!

00:09:29: Und es gibt Sender die sind mutiger und spielen einen dann auch und das ist natürlich toll und deswegen freue ich mich heute hier zu sein.

00:09:35: Also wenig Menschen gibt's, dass sie das schöner ausdrücken können als

00:09:40: du.

00:09:40: Ihr habt die kleine Kritik im Zauffahrt gemerkt.

00:09:42: Es ist gut, dass Du das sagst, deswegen gibt's ja seit dieser Zeit, diese kleine Initiative hier von uns.

00:09:49: Genau!

00:09:49: Es ist ja Kunst was wir machen.

00:09:50: der eine mal ein Bild, der eine schreibt ein Buch und wir machen halt Musik.

00:09:54: das ist die Kunst die wir machen um im Leben klar zu kommen und die Menschen finden sich darin wieder.

00:09:59: deswegen gehen die Leute zu den Konzerten und weiß sie sich in den Niedern wiederfinden weil sie sich da wohl fühlen mit identifizieren und ihr Leben darauf projizieren.

00:10:08: Das ist was Total wertvolles, das macht man vielleicht mehr mit einer Sprache die man auch immer versteht.

00:10:14: Du ächst natürlich nicht mit einer anderen Sprache an!

00:10:18: Weil die meisten verstehen das gar nicht.

00:10:19: Also es gibt Lieder, wenn ich die von Englisch auf Deutsch übersetze... Wenn ich den Deutsch singen würde,

00:10:25: dann

00:10:25: würde ich auf dem Index landen!

00:10:27: Ich mache jetzt keinen Satz oder so über den Liedern, die ich meine.

00:10:30: Aber manchmal frage ich mich so okay was singt der da?

00:10:34: Und mein Kind singt das dahinten mit auf Englische.

00:10:37: Jetzt könnt ihr euch vorstellen was immer das auch ist.

00:10:39: aber es gibt wirklich Lieder.

00:10:40: Das finden alle gut, weil es keiner versteht.

00:10:42: Aber

00:10:42: den Grafen verstehen wir meine Lieben zu ganz... Jetzt

00:10:45: will sie wissen was ich meine!

00:10:46: Das erzähle ich dir gleich im Hintergrund.

00:10:47: Bei mir

00:10:48: rückweit in Germany der Graf von Unheilig und wir freuen uns auf seine Show.

00:10:51: vielen Dank!

00:10:51: Sehr gerne, freu mich auch.

Über diesen Podcast

🎙 Music Made in Germany – der Podcast zur deutschen Musikszene

Im Podcast zur Radiosendung Music Made in Germany spricht Moderatorin Miriam Audrey Hannah mit den spannendsten Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland über ihre Musik, ihre Geschichten und die Momente hinter den Songs.

Zu Gast sind regelmäßig bekannte Namen der deutschen Musikszene – von Pop über Singer-Songwriter bis zu elektronischer Musik.

In den Gesprächen geht es um neue Musik, persönliche Geschichten, Karrierewege und darum, was hinter den Kulissen der Musikbranche wirklich passiert.

Zu den Gästen im Podcast gehören unter anderem:

Leony, Alice Merton, Wincent Weiss, Michael Patrick Kelly, Alle Farben, Tim Bendzko, Stefanie Heinzmann, Nico Santos, Nina Chuba, Johannes Oerding, Kamrad, Álvaro Soler, Madeline Juno, Michael Schulte, Bosse, Joris, Mighty Oaks, Sarah Connor, Malik Harris und viele weitere Künstlerinnen und Künstler.

Der Podcast ist Teil der Radiosendung Music Made in Germany.

📻 Die Sendung hört ihr außerdem im Radio:
Samstags 18–20 Uhr auf Radio Regenbogen
Sonntags 16–19 Uhr auf RPR1

Hier im Podcast hört ihr die kompletten Interviews aus der Sendung.

von und mit Music Made in Germany

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