Interviews mit den Stars der deutschen Musikszene
00:00:00: Bei dem Interview mit Alice Merton, was wir im März hatten, wo es nur um deine Musik ging.
00:00:07: Habe ich es versprochen?
00:00:09: Wir sind bei den Lieblungenverspielen in Worms und Alice Merten macht die komplette Musik und nicht nur das!
00:00:16: Sie ist doch auf der Bühne... Ich hab's am Anfang des Jahres kaum glauben können.
00:00:19: Ich bin völlig ausgerastet Und jetzt sind wir hier und ich freu mich mega!
00:00:23: Ich freu' mich
00:00:23: auch!
00:00:25: Lass uns mal mit den Kostümen.
00:00:28: Was eben gesagt, das ist unglaublich was die leisten hier.
00:00:31: Also die arbeiten wirklich von morgens bis spät in den Nacht.
00:00:34: Die müssen ja immer kleine Änderungen machen und ich habe einfach so viel Respekt davor, weil sie bleiben immer ganz ruhig.
00:00:40: Und wenn du sagst hey können wir das probieren?
00:00:42: Die sagen nie nein Es gibt auch sehr viele Wechsel, so Kostümwechsel.
00:00:47: Ich zum Glück hab keine Kostümenwechsel Aber die Schauspieler müssen ständig dann hinter der Bühne rennen sich umziehen zurück auf die Bühnel kommen und es ist total spannend einfach dass alles Misses bekommen und zu sehen.
00:01:00: Also für die Nibelungenverspiele, hier ist das ja absolut kult und gehört dazu etwas ganz Besonderes.
00:01:07: Wie ist es für dich?
00:01:09: Wie war dein Eintauchen in diese Theaterwelt?
00:01:12: Ist ja doch was anderes, was du normalerweise
00:01:14: machst.
00:01:14: So anders!
00:01:15: So neu so interessant.
00:01:18: ich habe noch nie... so was in der Art gemacht.
00:01:21: Ich glaube das letzte Mal war vielleicht in der Schule, als ich dann ein bisschen Schauspielerei gemacht habe.
00:01:26: aber es war so faszinierend einfach diese ganzen Teile zusammen zu sehen ob es Tanz ist, Schauspiel Musik also wirklich wir haben einen tollen Movement Coordinator Chris Evans heißt er.
00:01:39: Und der hat wirklich sehr schöne Choreografien gemacht, also er ist wirklich verantwortlich für alles was so movement und wie die Schauspieler sich bewegen sollen wo sie sich platzieren sollen.
00:01:48: dann hat man coole Effekte.
00:01:50: Dann haben wir auch tolle Video Screens.
00:01:51: das würde alles gleichzeitig auf so ein Screen übertragen und da gibt es auch so paar Tricks.
00:01:57: Also ich glaube es wird nie langweilig in dem Stück.
00:01:59: natürlich gibt's auch Musik Die ich zusammen mit Alexander Wolff geschrieben habe Und da haben wir auch schon, bevor es überhaupt losging jetzt vor zwei Monaten.
00:02:09: Haben wir schon mindestens ein halbes Jahr davor angefangen die Songs zu schreiben?
00:02:13: Du lebst ja in
00:02:14: England
00:02:15: und bist jetzt seit wie lange hier ununterbrochen oder?
00:02:19: Seit eineinhalb Monaten ununterbroken in Worms.
00:02:23: Also Leute wenn ihr mal alles immer mal treffen wollt kommt rum nach Wormms das läuft dir noch ein bisschen.
00:02:29: Wie ist dein Alltag hier?
00:02:31: Wie wird das sein, wenn das hier alles vorbei ist?
00:02:34: Es fühlt sich doch vielleicht an wie so ein Fiebertraum.
00:02:36: Keine Ahnung!
00:02:37: Ich glaube es würde ein sehr komisches Gefühl sein, Wenn das alles vorbei isst.
00:02:42: Es ist wie auf Tour, wenn alle sich verabschieden und nach Hause gehen... ich kann mir schon vorstellen dass dieses Gefühl von oh Gott wo ist meine Familie, meine Theaterfamilie ist schon dann weg.
00:02:51: aber wenn ich ehrlich bin die ähm..es ist auch sehr anstrengend.
00:02:56: also die Tage sehen so aus dass man tagsüber den ganzen Tag probt.
00:03:00: Abends, jetzt in dieser Woche haben wir dann Durchläufe.
00:03:04: Also Proben gehen... Ich war gestern bis halb eins hier und wir haben was nachgedreht.
00:03:09: Und dann muss man eigentlich am nächsten Tag wieder um elf hier sein.
00:03:14: Es ist alles schon viel.
00:03:15: Wie die Kostümbildner!
00:03:17: Du machst das von morgens machen alle bis nachts?
00:03:20: Von morgens bis nacht ist es so ungefähr.
00:03:23: Wegen Hitze und auch wegen Lärmschutz darf man manchmal nicht so früh anfangen.
00:03:27: Also eigentlich gehen die Tage so um eins oder zwei los, aber es ist viel, es ist fordernd!
00:03:34: Und ich habe sehr viel Respekt vor allen Leuten, die dabei sind auf Schauspieler-Tänzer sind, auch vor den Musikern... Wir haben wirklich tolle Musiker dieses Mal in der Band und ich freue mich einfach.
00:03:45: Gehst du die Sache an als würdest du mit deinen Musikern auf Tour gehen?
00:03:50: Oder hast du ein anderes Mindset?
00:03:52: Und was fordert dich am meisten?
00:03:55: Was ist deine Aufgabe hier
00:03:56: eigentlich?".
00:03:58: Meine Aufgabe ist es die Songs so hinzukriegen, also auf die Bühne zu bringen.
00:04:04: Dass sie emotional sind, dass sie gut klingen und ein Teil der Geschichte erzählen.
00:04:10: Dass Sie eine Art Emotionalität erzählen, die nicht nur mit den Augen zu sehen ist sondern die man wirklich im Bauch spürt.
00:04:16: Also auch wenn sie sagt segfriedlich vermisstig will ich dann eine musikalische Sprache erfinden, die einfach viel größer ist als das was Sondern.
00:04:28: ich will einfach, dass die Menschen das spüren im Bauch.
00:04:31: Nicht nur im Bauchen, überall im Körper!
00:04:32: Jede Emotion wird einfach noch viel krasser vertieft durch die Musik.
00:04:36: Also das war mein Ziel?
00:04:37: Ob ich es erreicht habe, sag' ich
00:04:39: dir.
00:04:40: Das musst du mir dann sagen.
00:04:43: Wie ist das Zusammenspiel mit den Schauspielern und was hast Du Dir da so abgeguckt oder mitgenommen?
00:04:49: oder wie war das?
00:04:51: Total spannend.
00:04:52: Die Schauspieler sind alle so talentierend, ja ich kann gar nicht genug über sie schwärmen!
00:04:56: Ich habe so viel Respekt davor, alles ist sehr sehr nett offen und einfach die Arbeiten so... Die leisten so viel, dass es mich einfach beeindruckt.
00:05:07: Ich glaube wenn man mit Menschen arbeitet die einfach sehr entweder talentiert sind oder einfach viel von sich geben will man auch viel geben.
00:05:17: also man ist und geben von Menschen die einem das Gefühl geben okay ich will noch mehr geben und noch mehr gehen und ich glaube es ist schön als ich versuche mich immer von solchen menschen zu geben Nee, es macht viel Spaß.
00:05:29: Ich bin immer so ergriffen muss ich fast sagen von der Leistung was alle bringen.
00:05:33: das finde ich spürt man ganz toll.
00:05:35: also wenn man wirklich etwas krasses nachhaltiges erleben will soll man sich wirklich die Belungen verspielen anschauen hier in Worms.
00:05:43: Das ist ein kulturelles Highlightereignis in Deutschland.
00:05:47: Du hast dir bestimmt in der Vorbereitung auch die letzten Male angeschaut und du bist da ja ganz tief drin.
00:05:52: Kannst du uns so ein bisschen einen Snippet geben, was uns dieses Jahr sechsundzwanzig erwartet von der Stimmung her?
00:05:58: Also mit welchem Gefühl deiner Meinung nach geht man raus?
00:06:03: Ich würde sagen, man geht mit einem Schock raus also mit einem sehr tiefen Schock Der aber ein bisschen entspannter wird durch den letzten Song.
00:06:15: Aber es ist schon schockierend, was dann ganz am Ende passiert.
00:06:18: Und das ist auch traurig!
00:06:20: Aber es sind auch sehr schöne Momente drin.
00:06:22: Es ist wirklich eine Achterbahn voller Emotionen.
00:06:24: dieses Stück und es gibt auch Songs die auf Deutsch sind – ich habe noch nie auf Deutsch geschrieben Und ich habe extra für dieses Theater-Stück dachte, okay.
00:06:33: Ich will das alle verstehen was ich singe.
00:06:37: Es gibt auch ein Stück was so bisschen opannhaft ist also nicht wirklich rockig oder poppy sondern ich benutze da eher meine Opernstimme.
00:06:46: und ja es ist einfach... es ist viel!
00:06:51: Es ist viel Input und ich glaube man wird nach Hause gehen und erst mal das Sacken lassen müssen die diversen Emotionen einfach spüren.
00:07:02: Man muss das, also kennst du das wenn du so ein Film schaust und das beeindruckt dich so sehr?
00:07:06: Aber du kannst es irgendwie nicht... Du kannst nichts sagen weil du einfach so einen Schock bist!
00:07:11: So war's für mich als ich das erste Mal das Ganze gesehen habe.
00:07:14: Ich bin
00:07:14: sehr gespannt normalerweise.
00:07:16: Also ich war zweimal zuvor da und dann war immer sehr viel direkt hinten dran Wusel und gesprochen und so, wenn man miteinander spricht Vielleicht ist es dieses mal kurz danach.
00:07:25: vielleicht brauchen Leute erstmal eine Stunde.
00:07:28: Also ich würde schon sagen, ich bräuchte eine Stunde nach dem Theaterstück.
00:07:32: Ich bräuche jetzt schon, ich brauche auch ne Stunde!
00:07:35: Die Inszenierung also die Regie.
00:07:37: wie war die Arbeit mit dem Regisseur?
00:07:40: Beide Regisseure sind super talentiert.
00:07:43: Sie haben auf jeden Fall eine sehr interessante Art und Weise zu führen.
00:07:50: Es ist sehr chaotisch würde ich sagen.
00:07:51: es ist sehr manchmal sehr anstrengend.
00:07:54: Hast du was heißt Probleme gehabt?
00:07:56: aber war das sehr?
00:07:58: War das schwierig, dich darauf einzulassen?
00:08:00: Menschlich gar nicht.
00:08:02: Ich glaube einfach sie machen sehr viel on the fly.
00:08:06: Das heißt Sie erwarten es eigentlich alle zu jedem Zeitpunkt sozusagen.
00:08:09: da ist was die diese Person brauchen und sie arbeiten gar nicht so viel im Voraus hat man das Gefühl sondern Sie arbeiten eher in dem Moment, haben sie dann diese Idee.
00:08:20: Und dann können wir das umsetzen?
00:08:21: Ich glaube es ist auch von Alex so ein bisschen die Arbeitsweise und ich würde sagen, ich komme aus einer Ecke was ein bisschen strukturierter ist wo ich mir Gedanken im Voraus viel mache.
00:08:31: Die probieren einfach sehr viel aus und ich glaube es sind verschiedene Arten wie man halt... Regie macht.
00:08:37: Aber es kann sehr anstrengend sein für Schauspieler, für Tänzer weil jeder sozusagen On-Call ist.
00:08:43: Du bist so wie ein Arzt der dann plötzlich einen Notdienst wird.
00:08:47: Es
00:08:47: ist wirklich genau... Jeder ist so ein Arz im Notdienst.
00:08:49: So ich habe diese Idee mach mal das und es ist nicht so hey wir brauchen diese Person für diese drei Stunden heute sondern ja es ist chaotisch aber ich finde trotzdem funktioniert das.
00:09:03: man is halt nur sehr Mühne.
00:09:06: Man ist dann einfach viel... ja, müde ist ein gutes Wort!
00:09:10: Also, eins, zwei, sich alles mürten wird Worms und die Lieblungen verspielen niemals vergessen am ganzen Leben.
00:09:15: Das sowieso nicht.
00:09:17: Diese Erfahrung werde ich nie vergessen.
00:09:18: also ich hatte auch meine Hoch- und Tiefpunkte.
00:09:21: das ist glaube ich bei allen so weißt du?
00:09:23: Du hast so Momente, du kommst um einer morgens nach Hause von so zehn, elf Stunden Probe und du denkst dir so Warum mache ich das noch mal?
00:09:31: Und dann hast du so Momente, wo du das siehst und denkst wow wie schön ist das.
00:09:35: Wie schön diese Zusammenarbeit ist, wie besonders es alles ist... Was man auch
00:09:38: außerordentliches schafft.
00:09:40: Das
00:09:41: finde ich krass!
00:09:41: Jaaa!
00:09:41: Das ist total schön dass man eine Chance hat sowas zu machen und man darf niemals vergessen, dass es so ein Geschenk, das jeder von uns hier sein darf in diesem Moment.
00:09:52: Es gab auch ein richtig schönes Erlebnis was sich mit einem von den Tänzern hatte und zwar wir haben uns super gut verstanden Und so vier Wochen später hat er mir geschrieben, Alice ich muss dir was sagen.
00:10:05: Du begleitest mich seit zehn Jahren und ich wusste es nicht!
00:10:11: Er hat mit No Roots eine Tanzgruppe durch Afrika sozusagen geführend und geleitet und sie haben egal ob der Song irgendwie jetzt nicht populär oder damals war, er hat zehn Jahre lang diesen Song einfach immer gespielt mit diesen Gruppen und er hat erst vier Wochen später gecheckt, obwohl wir schon eine Freundschaften so aufgebaut hatten.
00:10:34: Dass ich das bin!
00:10:35: Und dann hatte er so nachträglich seinen krassen Fanmoment, sein Fanboy-Moment und hat
00:10:40: auch einfach sich halt doch... Er hat einen Schock gekriegt?
00:10:43: Nein, ich glaube also Fanboy war es jetzt nicht.
00:10:45: Es war eher so oh krass, du kennst mich seit zehn Jahren.
00:10:51: Der steht unter
00:10:52: Schock?!
00:10:53: Und er hat sich total entschuldigt.
00:10:54: Er war so dann, oh mein Gott!
00:10:55: Oh ich kann... Ich glaube wir können nie wieder reden oder?
00:10:58: Ja, die sag'
00:10:59: ich doch!
00:11:00: Ich war einfach nur verwirrt weil er wusste meinen Namen Und er wusste auch, aber ich glaube, er hat es einfach...
00:11:05: Das ist ganz andere.
00:11:06: Ja, er meinte so, hey du bist ja irgendwie... Ich dachte, manchmal glaube ich das Menschen denken wenn du ein Song hast der jetzt vielleicht bekannt ist dass du eine bestimmte Persönlichkeit hast.
00:11:16: Dass du so bisschen dann, wenn du in der Öffentlichkeit bist, dass du dann so anders bist?
00:11:21: Ja und man verortet dich auch nicht hier.
00:11:25: Ich finde von deinem Ding, du bist unglaublich international!
00:11:28: Ich weiß noch die ersten Male wo wir die Interviews hatten schon vor Jahren Du auch mal im Sender warst und dann hast du erzählt, wie du immer ... Habe ich nie vergessen die Geschichte.
00:11:40: Dass du sagst ja Musik ist mein Zuhause!
00:11:42: Weil du ja unendlich oft umgezogen bist und in so vielen Ländern gelebt hast.
00:11:45: Aber das ist die Konstante und das ist dein Zuhaus.
00:11:49: Und so hast du dein Zu Hause im Moment nach Worms verlegt was sehr schön für uns ist.
00:11:56: also wir sind wirklich voller voller Vorfreude und wir sind mit dir unendlich aufgeregt.
00:12:01: Und
00:12:03: ja, erzählen, erzählens allen das was du hier großartig ist auf die Beine stellst.
00:12:09: Dankeschön!
00:12:09: Wenn
00:12:10: Du an den Nibelungen ringen denkst also welche Person, welche Figur sprich Dir am meisten zu?
00:12:20: Also von dieser Geschichte.
00:12:22: ich könnte natürlich Creme Hilt sagen aber ich würde sagen Ich bin von Ehrenfried von dem Charakter sehr beeindruckt und auch so, dass man ein bisschen einen Gefühl bekommt für einen Charakter der gar nicht im Mittelpunkt steht.
00:12:35: Und auch viel von Etzer!
00:12:37: Weil man denkt... Also man hat das Gefühl, ah so ist Etzel aber hinter den Kulissen merkt man es eigentlich doch ein sehr emotionaler und tiefgründiger Mensch ist und nicht irgendwie so ein Monster, den sich alle vorstellen.
00:12:53: Also man merkt wirklich so, okay dieser Mensch hat ein Herz.
00:12:56: Und das ist ein sehr süßer Moment!
00:12:59: Ich danke dir für die Einblicke, sage wie man das im Theater macht?
00:13:04: Toi toi toi.