Music Made in Germany - mit Miriam Audrey Hannah

Music Made in Germany - mit Miriam Audrey Hannah

Interviews mit den Stars der deutschen Musikszene

Transkript

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00:00:00: Sascha hat sich noch schnell was zu trinken gerade bei immer

00:00:02: Auma.

00:00:04: Dann ist es gut warm und damit nehmen alle nochmal ein Schlöckchen Wasser, damit wir Kraft und gut innerlich befeuchtet sind für Jupiter Jones!

00:00:19: Sascha und Niklas sind da.

00:00:20: ich freue mich wahnsinnig.

00:00:21: schön

00:00:22: Hallo.

00:00:23: Guten

00:00:23: Tag, hallo!

00:00:24: Es ist so unendlich lange her für mich gefühlt als ich euch das erste Mal gesehen habe und es ist so schön immer wieder was von euch zu hören durch all die Zeiten.

00:00:34: Das ist einfach ein schönes Gefühl.

00:00:36: Ihr seht toll

00:00:37: aus.

00:00:38: Danke dir.

00:00:38: Du auch.

00:00:40: Ach ja, ich möchte nicht der Community gerade mal mitgeben.

00:00:45: Dieses Format, dieses Music-Made in Germany Format gibt's jetzt schon über zehn Jahre.

00:00:50: aber davor Als ich nur in Saarbrücken unterwegs war, kam ich euch mal besuchen.

00:00:55: Da hatte ich noch gar kein eigenes Format und da habt ihr mir ... schon den Mega-Hit hatte, hab dem mir trotzdem Interview gegeben.

00:01:03: Obwohl ich noch gar kein eigenes Format so hatte und wir haben uns in der Garage getroffen auf so Boxen gesessen.

00:01:10: Und das war eine schöne Erinnerung.

00:01:12: So verbindet jeder immer mit euch irgendwas.

00:01:16: Wir haben es mitgekriegt als ich die Community geschrieben habe.

00:01:18: Ja, wir haben ein Double The Jones Sendung.

00:01:20: Dann kam direkt so viele Nachrichten, Erinnerungen, Wünsche, Themen ... Das ist bei euch sehr stark!

00:01:26: Eher seit twenty-fünf Jahren kann man auch echt einiges an Erinnerungen sammeln und erzeugen.

00:01:31: Und

00:01:31: ich kann mich dann sich hier rinnern noch, an die Garage?

00:01:33: Ich glaube

00:01:34: auch!

00:01:36: Wirklich?!

00:01:37: Ja ja, das kann ich noch.

00:01:38: War

00:01:38: schön.

00:01:39: Wir haben auf dem Boxener gesessen und so habe ich mir eigentlich gerne vorgestellt vor einem Konzert wenn man noch alles leer ist dass wir vielleicht machen wird es nochmal Ich glaube euch auf der Tour besuchen, über die wir auch gleich sprechen werden.

00:01:54: Und ich guck mal ob ich mir da einen Punkt schnappe und dann machen wir ein kleines Revival und setzen uns mit was zu trinken auf eine Box.

00:02:00: Sehr gern!

00:02:03: Das war boygroupmäßig Leute.

00:02:05: Oh...

00:02:07: Ich bin zwanzig Jahre, ich sag's dir, wir sind teilweise in Symbiose das ist auch gruselig Mit Untach.

00:02:13: Das ist schön, ich mach so eine ... Da müsst ihr auch nachher so eine ID.

00:02:16: Ich hab so lange keine ID mehr einsprechen lassen, so einer Radio-ID.

00:02:19: Hi!

00:02:20: Ich bin Sascha.

00:02:21: I'm Niklas und zusammen sind wir.

00:02:22: Oh

00:02:25: Gott...

00:02:26: Gehört dazu, gehört dazu.

00:02:28: Habt ein neues Album am Start was krass ist und habt auch einige, also wir sind auch schon informiert worden.

00:02:35: Da wird auch um-n rummend von eurem Unfällt ordentlich Werbung dafür gemacht, was einen lustig intellektuellen Sprachwortwitztitel trägt!

00:02:47: Du trägst ihn sagt ich trage etwas Buntes, das ist korrekt ja?

00:02:50: Äh,

00:02:50: ungekehrt... Ich trag den sag du träg's was buntest.

00:02:51: Ah, ich trag den sage du trägs' was bundest.

00:02:53: Genau es ist Auslegungssache.

00:02:54: Das können alle so machen wie ihr wollt.

00:02:57: Wir sind da nicht so.

00:02:58: Wie schafft er es immer wieder?

00:03:01: Ich bin gerade ein bisschen geflasht von der Zahl.

00:03:06: Ich dachte, also zwanzig war ich mir sicher, aber auf dem Zweifel wusste ich nicht.

00:03:10: Habt ihr also Jubiläum?

00:03:12: Nächstes Jahr!

00:03:14: Aber so ein Jubilänum muss man auch vorbereiten, das ist ganz gut.

00:03:17: Ihr rutscht praktisch mit den neuen Erfolgen und neuen Material in das Jubilääum rein.

00:03:22: Wie schafft dir das immer wieder, auf einen geistigen und musikalischen Nenner zu kommen?

00:03:28: Ja, das ist eine gute Frage.

00:03:30: Das wissen wir glaube ich selber nicht so genau.

00:03:32: Also das denke ich mir ganz oft.

00:03:34: Ich glaube dass was uns ausmacht und was macht dass wir das irgendwie trotzdem weiter machen können Ist das Sascha und ich tatsächlich die beiden Honks in unserem Team, in unserem Umkreis im Club sind.

00:03:46: Genau diese Musiktheorie und so gar keine Ahnung haben.

00:03:50: Und das manchmal erzeugt eine ziemlich niedrige Frustrationsschwelle und dann ist man auch ein bisschen selber angesickter durch dass man jetzt eigentlich gerne irgendwas schneller raffen würde oder einfach ohne großartiges Rumexperiment hier hinkriegen.

00:04:06: Auf der anderen Seite ist aber das RumeXperimentieren, dass was die ganze Sache auch noch so ein bisschen spielerisch hält.

00:04:10: also wir haben halt immer eine gute zeit die sich nicht wissenschaftlich anfühlt und die sich dann auch zwischendurch für mich zumindest manchmal gar nicht wie arbeit anfühlen sondern immer noch so ein bisschen wie das was es ja auch mal war nämlich des hobby also beim schreiben vor allen dingen weil das ist so so einen ausprobieren aneinander miteinander ausprobiert und ich glaube dass tut ganz viel dafür

00:04:33: gerade in das Album eintauchen.

00:04:37: Das klingt schon der Titel, dass man irgendwie die Geschichte wissen will.

00:04:41: Man will eintauchen und man will die Stories hinter den Songs hören und so.

00:04:45: Also es klingt auf jeden Fall nach was, was richtig Laune machen könnte auch live.

00:04:51: Was ist natürlich auch ausmacht, dass wir uns solange kennen?

00:04:52: Dass wir einen langen Weg gemeinsam weg haben und wir kennen uns menschlich wirklich sehr gut.

00:04:57: Was ich immer wieder merke ist, wir haben jetzt auch für dieses Album Songs mit anderen Menschen geschrieben.

00:05:02: Also zum Beispiel älter als die Steine haben wir in Ali Zukowski zusammengeschrieben oder wo diese Liebe hinfällt, haben wir mit Jens Ecker von Wir sind Helden zusammengeschrieben.

00:05:09: Oder wir haben auch den einen und anderen Versuch gemacht mit anderen Personen, wo es dann dieser Song nicht aufs Album geschafft hat.

00:05:17: Und ich finde das ist ein sehr großer Mehrwert sich einfach so gut zu kennen und aufeinander verlassen zu können eine geschmackssichere Meinung hat, auch.

00:05:28: Das ist super viel wert!

00:05:29: Wenn man jetzt mit irgendwelchen anderen Personen zusammen arbeitet, ist das überhaupt nicht klar.

00:05:32: Man weiß gar nicht wohin kann man sich auseinander verlassen, entwickelt sich in gute Richtungen oder nicht.

00:05:37: und hier sind wir so ein Team, ein Zweiharteam die sich Freunde drum herum mit ins Boot nehmen von denen wir auch wissen dass sie toll sind, dass sie zu uns passen.

00:05:46: aber dieses dieser Kern über zwanzig Jahre gewachsende Kerne macht's glaub ich aus, dass wir das immer wieder so hinkriegen.

00:05:55: Dann lass uns mal ein bisschen eintauchen in die Songs weil es ist ja eure Musikmanagement die Show und da möchte ich natürlich so viel vom Album auch spielen wie es geht.

00:06:06: Wir wollen dann nach vorne schauen oder jetzt Zeit.

00:06:09: Du hast gesagt ihr habt.

00:06:12: Ich hab gelesen Es gibt auch einen Song mit einem Chor von der Uli Göttingen.

00:06:16: Stimmt das?

00:06:16: Welcher Song ist das?

00:06:17: Wo diese Lübe dahin fällt Krater Und das war, da sind wir wie die Jungfrau zum Kind zu diesem Chor gekommen.

00:06:23: Weil den haben wir mit Jens Eckhoff und Jean-Michel Tourette von Wir Sind Hellen zusammengeschrieben.

00:06:28: Ah, das ist das?

00:06:29: Okay cool!

00:06:30: Genau und der ist mittlerweile echt auch ein guter Freund und vor allen Dingen Arbeitskollege auch.

00:06:33: Wir arbeiten beide als Dozent für Popmusik und unter anderem fürs Popcamp vom Deutschen Musikrat und so aber auch manchmal für Solandes Musikakademie.

00:06:43: und dann haben wir in eben einer solchen bisschen abgehangen und plötzlich kam so eine riesige Traube Menschen rein.

00:06:48: Und dann haben wir den Chef der Landesmusikakademie gefragt, wer ist denn das jetzt?

00:06:52: Dann meinte er, ach so.

00:06:53: Das ist der Unikor der TU Göttingen.

00:06:57: und da haben wir uns angeguckt und haben gedacht, naja, im Chor könnten wir ganz gut gebrauchen!

00:07:01: Und dann habe ich ihn gefragt und er war erst ein bisschen verhalten und meinte, dass wäre vielleicht alles viel zu viel Aufwand... ...und dass die ja zum Proben da sind und dass es wahrscheinlich gar nicht klappen könnte.

00:07:09: Und dann hab' ich gesagt, dann lass doch lieber warten bis sie besoffen sind.

00:07:12: und dann haben we das gemacht.

00:07:13: Und dann waren sie nicht wirklich besoffen, aber Sie waren abends in Party-Laune und dann haben wir uns einen sehr guten Teil dieses Chors abgreifen können.

00:07:21: Da haben die in ein Raum geschoben und die haben uns diesen Chor eingesungen.

00:07:24: Siehe da!

00:07:25: Dann waren alle ganz glücklich dafür braucht es normalerweise weil sie nicht drei Agenturen und eine unglaublich logistischen Aufwand und wir haben das einfach so abends mal schnell noch zwischendurch gemacht.

00:07:36: Das war ein sehr schönes Erlebnis.

00:07:40: Ihr könnt weiter picken pickt mir mal noch ein Song raus.

00:07:42: Sascha, du hast ja eben schon ein bisschen erwähnt aber das war ein bisschen was hören was dir auch dabei wie die Songs entstanden sind und dass ihr vielleicht... Was heißt die Highlights?

00:07:52: Ja alles Highlights!

00:07:53: Aber dass ihr für eure Show jetzt ein paar Songs rauspickt.

00:07:56: Also ich würde wenn nicht mehr einen Ausruhen könnt' Ich weiß es doch auch nicht auswählen.

00:08:00: Das ist der erste Song tatsächlich den wir gemeinsam für das neue Album gemacht haben.

00:08:04: Vor etwas mehr als zwei Jahren im Mai, in dem Jahr zwanzig war ich mit meiner Tochter in Barcelona am Urlaub gemacht Und ich habe eine WhatsApp-Nachricht von unserem Freund Andreas Weitzel bekommen, die wir schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gehört haben und nicht mehr gesehen haben.

00:08:18: Er schreibt mir, hey, Sascha was los?

00:08:20: Lass uns noch mal eine Jupiter Jones Songwriting Session machen.

00:08:22: Die Weizel ist

00:08:23: für die Kommune, an die Weizeln ist von Frieda Gold.

00:08:26: ne?

00:08:26: Genau, an ihr Weißen ist sie die zweite Hälfte von Frieder Gold.

00:08:28: Ja!

00:08:29: Nach dem Urlaub hab' ich mich gemeldet und wir haben ein Termin im Studio abgemacht bei uns in Hamburg... ...und wir haben uns getroffen und wir waren zwei oder drei Tage zusammen im Studio.. ..und wir sind sofort gemerkt dass es... sowieso menschlich passt zwischen uns, aber wir kennen uns schon seit Ewigkeiten.

00:08:41: Aber dass wir auch super gut zusammen Musik machen können.

00:08:43: und genau in dieser ersten Session ist schon sofort der Song Ich weiß es doch nicht entstanden und der jetzt tatsächlich nach über zwei Jahren auf dem Album ist.

00:08:50: und textlich müsste Nikolaus einmal kurz sagen was er sich gar gedacht hatte.

00:08:55: Auch gar nicht so viel.

00:08:57: ausnahmsweise mal naja das ist ein Lied für also Ich schreibe ja dann immer für die Menschen, die mir am nächsten sind.

00:09:03: Es ist ein Lied für meine Tochter aber in dem Fall für unsere Töchter und für all die Kinder da draußen, die so an Eltern dranhängen und sich die Eltern nicht aussuchen konnten uns bestimmt manchmal auch nicht so einfach haben Und vor allen Dingen für Kinder, die gerade in der Welt reinwachsen, die es auch nicht sehr einfach ist.

00:09:18: Also lange ich bin neunzehnundachtzig geboren was hatten wir es gut?

00:09:21: Da war sechsenachtzig mal einmal kurz Chernobyl und zwischendrin mal Golfkrieg.

00:09:25: Aber ansonsten war ja die ganze Zeit Haia Safari Und dieser Tage wäre das ja kaum noch eine Headline-Wert, was damals so passiert ist.

00:09:34: Darum geht es Kindern den guten Wunsch mitzugeben, dass alles nochmal wird.

00:09:39: Ich habe dir extra nicht reingeredet?

00:09:41: Also ich habe ein bisschen Delay ausreden lassen, das finde ich schön!

00:09:45: Das

00:09:46: finde ich auch schön.

00:09:46: Auch mal ganz geil!

00:09:48: Wunderschön... Politisch, also wir sind ... Wenn du sagst hier, ich bin ein bisschen später geboren.

00:09:55: Aber trotzdem sind wir ... Wie hast du es genannt?

00:09:58: Hayasafari, das

00:09:59: drückt

00:10:00: eigentlich perfekt aus!

00:10:01: So sind wir groß geworden in Freiheit.

00:10:05: Also in gefühlter absoluter Freiheit.

00:10:08: und ich habe ein Video von dir gesehen da hast du dich politisch geäußert und hast über die Entscheidung psychologische Hilfe, dass es einfach noch schwerer geworden ist jetzt.

00:10:20: Man hört's ja überall mit dem Gesetzesentwurf oder nicht Entwurf mit dem neuen Gesetz.

00:10:27: Da wollte ich unbedingt mit dir darüber sprechen, weil man muss aufmerksam machen.

00:10:30: Man muss das aussprechen!

00:10:31: Weil manchmal geht es so unter wenn's einem nicht so direkt betrifft hört man das irgendwie mit fünf sechs zehn anderen dämlichen Nachrichten.

00:10:39: ja und sagt so falsche wie falsch.

00:10:41: aber jo betrifgt mich nicht und hat zu sein seinen Alltag und deswegen ist das so wichtig so ein kleiner kleinen kurz Ratze reinzumachen und zu sagen ne da geben wir mal paar Worte drauf.

00:10:52: einmal der Gedanke des Betrifts mich nicht stimmt bei den meisten politischen Dinge halt einfach überhaupt nicht, insbesondere bei solchen Geschichten.

00:10:59: Also selbst wenn du... also ich habe noch niemanden getroffen der nicht zwischendurch einmal hier und da mal eine Therapie machen konnte.

00:11:04: Total!

00:11:06: Dann wiederum haben wir aber alle Menschen im näheren Bekannten- und Freundeskreis in der Familie die es ganz dringend brauchen und denen nur so geholfen werden kann.

00:11:15: Das ist die eine Seite, die andere Seite.

00:11:17: Aber auch dass man manchmal das Gefühl hat, dass eh alle so übersättigt sind weil alle ständig irgendwie ihre Meinung kundtun.

00:11:23: Ich finde aber es gibt Themen Da muss man sich äußern Auch wenn's schon dreißig Leute vorher gemacht haben.

00:11:28: da gehts ja nicht darum Dass man irgendwie der erste ist und und Und die weiß halt mit Löffeln gefressen hat Sondern da geht es darum anderen Menschen zu zeigen dass sie in dem was sie fühlen Was sie denken und was sie wollen Nicht allein sind.

00:11:41: und je mehr das klar machen Umso doller ist den geholfen, die sich alleine fühlen.

00:11:46: Und das ist bei Psychotherapie natürlich ein ganz wichtiges Thema.

00:11:49: Das ist aber auch bei allen anderen politischen sozialen menschlichen Themen genauso wichtig und deswegen hier und da so auf dem Album gibt es mehr politische Songs denn je das stimmt.

00:12:02: Aber ich finde hier und dar müssen wir uns als Künstlerinnen abseits der Musik äußern Weil ich will mich gar nicht wie ein Vorbild fühlen, bin ich auch bei Gott.

00:12:11: Ich wüsste nicht für wenen aber... ...ich finde wir haben trotzdem, wir haben großes Privileg aber damit auch ein bisschen die Verantwortung hier und da was zu sagen wenn man es fürchterlich schiefläuft und deswegen ist dieses Video zum Beispiel entstanden.

00:12:21: ja.

00:12:22: Ja, die Stimme einfach nutzen.

00:12:24: Genau!

00:12:24: ... für was, was einfach wichtig ist und gesagt werden muss.

00:12:29: Das ist echt Ding!

00:12:30: Was mir auch aufgefallen ist... Auch in eurer Beschreibung des Albums stand drin, ihr habt euch mit dem Wort normal auseinandergesetzt?

00:12:38: Also was ist denn normal?

00:12:40: Ich finde es völlig normal von dem Wort Normal abzusehen.

00:12:45: ehrlich gesagt weil das so... Ich glaube, das wird meistens von Leuten genutzt die dir irgendwie unbedingt erklären wollen und erklären müssen dass du gerade was nicht richtig machst.

00:12:58: Das normal ist es aber nicht jetzt.

00:13:00: also sei es deine Sexualität sei es irgendwie deine Identität dein Glauben wie auch immer.

00:13:10: Sobald es nicht mehr normal ist, ist das irgendwie negativ.

00:13:13: Ich glaube, es hat noch nie jemand wirklich einen positiven Satz gesagt, wenn er gesagt hat, du bist ein ganz normaler Typ.

00:13:19: Aber was sagten die über den?

00:13:21: Was ist denn dein Normal?

00:13:25: Deswegen wollten wir das so gut wie möglich rauslassen aus diesem Album!

00:13:30: Ich finde das ganz doll schön weil das für mich der Anfang von der Bereitschaft umdenken.

00:13:36: Deswegen wollte ich das gerne benennen.

00:13:40: Was man glaube ich ohne weiteres sagen kann ist, der ist gut.

00:13:42: Er ist ein guter Typ oder er ist eine gute Typin?

00:13:45: wie auch immer so dass da freue ich mich drüber wenn das jemand sagt aber dass sich ein normaler Typ bin habe überhaupt nichts mit am Hut.

00:13:51: also nicht weil ich jetzt versuche wahnsinnige Schneeflocke zu sein, die auf gar keinen Fall in irgendein Konzept und raster reinpasst.

00:13:58: Natürlich passe ich in Rasta rein!

00:13:59: Ich bin weißer mittelalter heterosexueller deutscher Mann.

00:14:03: so wie viele Raster willst du mir denn noch aufmachen?

00:14:06: Aber da war ein guter Typ sein.

00:14:07: das steht sich glaube ich nicht im Weg.

00:14:08: Kommt

00:14:08: ja drauf an was drin ist in dem weißen heterosextuellen.

00:14:12: stürziger Mann Da steckt ein Menge drin.

00:14:16: Unsere zwei Lieblings-Schnee-Flocken sind da, Sacha und Niklas sind zu Gast

00:14:20: bei Music

00:14:21: Made in Germany Und haben einen tolles neues Album draußen und gehen auf Tour!

00:14:26: Lasst uns darüber sprechen.

00:14:28: Wie laufen die Vorbereitungen?

00:14:29: nach meiner Information?

00:14:30: Geht es im September los, ne Mitte September Genau.

00:14:34: also erst mal nächste Woche.

00:14:35: Release Party in Salui quasi das.

00:14:38: da geht die Partie los.

00:14:40: Was Salui wie Salui

00:14:42: Nächste Woche.

00:14:43: Salui

00:14:43: im Saarland!

00:14:44: Ja, diese Woche Freitag.

00:14:45: Saluie in Brasilien.

00:14:48: Oh,

00:14:48: kriege ich noch eine Einladung?

00:14:49: Ich

00:14:50: bin doch zu Hause im Saarlands, doch mein Zuhause...

00:14:53: Sasha ist verschreckt eingefroren schon, weil er nicht eingeladen

00:14:55: ist.

00:14:55: Oh Gott, Sasha, der denkt jetzt so natural, da wird die auch noch an der Backe.

00:14:58: Herzlichen Dank.

00:15:00: Stimmt wirklich, Sashas echt eingefrauren, der Arbekerl.

00:15:03: Ja, Sascha, jetzt kommt das schneller als du denkst

00:15:05: ne?!

00:15:06: So, jetzt... Ich darf zu eurer Release-Party kommen.

00:15:09: Ihr kommt ja eigentlich zu mir in meiner Heimat ins Saarland aber ich darf euch besuchen kommen und freue mich so über die Maßen gefreut auf diese grandiose Überraschung.

00:15:18: Ja, Sascha ne?

00:15:19: Jetzt kommt schneller auf dich zu als gedacht hast!

00:15:22: Genau, die Boxen stehen da.

00:15:24: Oh toll.

00:15:24: also okay jetzt Release-Party in Salui und enden.

00:15:30: Dann geht es irgendwann Mitte Ende September los mit einer großen Tour, die startet den Wops weder und endet irgendwann am vierten Oktober in Hamburg in der Markthalle.

00:15:39: Genau.

00:15:39: Viertnoktober und dann gibt's aber nochmal einen Termin im Dezember.

00:15:43: ich möchte extra so sagen weil dass die Leute auch die Chance haben zu checken und checkt mal die Termine.

00:15:49: Jupiter Jones ist auf jeden Fall erlebenswert.

00:15:54: So ein Abend mit euch, der halt so lange nach.

00:15:58: Ihr schafft es ja verschiedene Ebenen anzusprechen.

00:16:01: Mit euch kann man wirklich gut ... Feiern, also einfach auch ein bisschen die Zeit vergessen.

00:16:06: Aber der Kopf wird auch so ein bisschen angeregt, ja?

00:16:09: Das ist ganz angenehm!

00:16:11: Man ist nicht einfach stumpf danach sondern man ist auch wohlwollend inspiriert, geistig auch.

00:16:17: Also es ist wirklich auf einen emotional total klug.

00:16:21: Es ist auf vielen Ebenen ein ganz tolles Erlebnis.

00:16:23: und halt ihr als fantastische Musiker.

00:16:27: Ich freu mich richtig drauf

00:16:28: Vielen Dank.

00:16:29: Ich weiß, wie wir für die nächste Platte für die PR engagieren.

00:16:31: Das machst du gut!

00:16:32: Das war

00:16:34: meine

00:16:35: heimliche Bewerbung dafür.

00:16:37: Es sind ja sehr viele Künstler im Moment, die sich auch äußern dazu dass es einfach so wahnsinnig schwer geworden ist live zu spielen in das Live-Geschäft Ticket zu verkaufen also als Band oder Deutsche Band auch schon, die nicht sagt, ja, Deutsch.

00:16:52: Ich kann mich gar nicht mehr leisten!

00:16:55: Das ist schon... Also muss man statt sich früher eine CD kaufen heute ein Tourticket kaufen?

00:17:01: Vielleicht können wir darüber weiß es halt verschoben und nicht jeder hat das mitbekommen warum das so ist.

00:17:06: Und ich finde dass muss man wirklich ansprechen, dass das was besonderes ist, dass er auch auf Tour geht.

00:17:10: Ist nicht selbstverständlich.

00:17:11: Genau also das Ding ist halt Alles teurer geworden, weißt du?

00:17:16: Fahr mal zur nächsten Tankstelle und versuch mal ein Autofall zu tanken.

00:17:20: Und dann musst du dir vorstellen dass wir Kursunkölle durch Deutschland fahren.

00:17:23: Das Leben an sich ist teurer worden.

00:17:25: die Leute die für uns arbeiten müssen irgendwie auch bezahlt werden.

00:17:28: sie müssen ihr Lebensunterhalt davon finanzieren.

00:17:31: das heißt die Tagessätze die man zahlt sind entsprechend hoch und ein Toolticket kann man halt auch nicht endlos teuer machen weiß ich das komische ist die leute gehen zu zum Metallica und zahlen vierhundert Euro für ein Ticket, um irgendwo ganz oben im Stadion zu sitzen und die ganz klein zu sehen.

00:17:46: Aber leider gehen viel zu wenig Leute in kleine oder mittlere Clubs und zahlen irgendwie vierzig oder fünfzig Euro für einen Ticket für eine Band.

00:17:55: Und dann überlegt man sich tatsächlich mache ich das jetzt ein Euro oder zwei teurer?

00:17:58: kommen denn die Leute noch?

00:17:59: Oder nicht!

00:18:01: Ja es ist halt wirklich... wirklich schwer geworden, da durchzudringen und die Leute dazu zu bewegen.

00:18:07: Seit Corona habe ich das Gefühl ist es so dass die Leute tatsächlich nicht mehr so gerne rausgehen und kleinere und mittlere Konzerte besuchen.

00:18:14: Es ist aber auch tatsächlich auch finanziell mittlerweile super schwierig geworden.

00:18:17: also weil alles so krass teuer geworden ist kann ich auch tatsächlich nachvollziehen ein bisschen dass man versucht sein Geld erstmal zusammen zu halten irgendwie.

00:18:26: Aber ich glaube es wäre total wichtig einfach dass Menschen wieder den Wert Den kulturellen Wert von Popmusik und Popkonzerten oder Rockkonzernen zu schätzen wissen.

00:18:38: Und das sehen wir irgendwie.

00:18:39: War mir einfach super wichtig, dass zu sagen, dass es im Bewusstsein ist.

00:18:43: Egal mit wem ich drüber rede, sagen Lötter.

00:18:45: Scheiße stimmt ja!

00:18:46: Das ist ja so ein Konzerticket.

00:18:48: Ist für meine Band oder die Band, die ich liebe seit vielen Jahren ... Ach das ist der Support, den ich leist muss!

00:18:55: Also es ist einfach auch hier ein bisschen Sichtbarkeit, einfach zu reden und man muss einfach Bewusstsein schaffen wie immer.

00:19:04: Ja, also das neuen Euro-Sportify-Abo im Monat bringt uns tatsächlich überhaupt nüchtern?

00:19:09: Gar

00:19:10: nichts,

00:19:11: ja.

00:19:11: Und das ist, glaube ich, dadurch ist das Bewusstsein auch so verschoben.

00:19:15: Dass die Leute denken, ich zahl doch dafür!

00:19:17: Warum beschwer dir euch denn?

00:19:19: Das dann am Ende irgendwie Null Komma Null Null Drei Sense oder so pro Stream aber auch erst ab Zehntausend Streams überhaupt rausgerechnet bei uns ankommen... Das muss man ja eigentlich nicht wissen als Konsumentin da sind ja eigentlich die Streamingdienste für verantwortlich das den Leuten mitzuteilen.

00:19:38: Aber

00:19:39: ihr Leben Ich bedanke mich für eure Zeit und wünsche euch einen tollen Start.

00:19:45: Und happy release!

Über diesen Podcast

🎙 Music Made in Germany – der Podcast zur deutschen Musikszene

Im Podcast zur Radiosendung Music Made in Germany spricht Moderatorin Miriam Audrey Hannah mit den spannendsten Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland über ihre Musik, ihre Geschichten und die Momente hinter den Songs.

Zu Gast sind regelmäßig bekannte Namen der deutschen Musikszene – von Pop über Singer-Songwriter bis zu elektronischer Musik.

In den Gesprächen geht es um neue Musik, persönliche Geschichten, Karrierewege und darum, was hinter den Kulissen der Musikbranche wirklich passiert.

Zu den Gästen im Podcast gehören unter anderem:

Leony, Alice Merton, Wincent Weiss, Michael Patrick Kelly, Alle Farben, Tim Bendzko, Stefanie Heinzmann, Nico Santos, Nina Chuba, Johannes Oerding, Kamrad, Álvaro Soler, Madeline Juno, Michael Schulte, Bosse, Joris, Mighty Oaks, Sarah Connor, Malik Harris und viele weitere Künstlerinnen und Künstler.

Der Podcast ist Teil der Radiosendung Music Made in Germany.

📻 Die Sendung hört ihr außerdem im Radio:
Samstags 18–20 Uhr auf Radio Regenbogen
Sonntags 16–19 Uhr auf RPR1

Hier im Podcast hört ihr die kompletten Interviews aus der Sendung.

von und mit Music Made in Germany

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